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«Wir werden nicht zulassen, dass aus der Brunau ein Sihlquai wird»

Laut Stadtrat Martin Waser (SP) spricht die wirtschaftliche Logik für den Strichplatz in Altstetten. Persönlich sei ihm das Gewerbe der Prostitution zuwider.

Piktogramm-Studium beim Eingang: Eine Besucherin am Tag der offenen Tür im August 2013 auf dem Zürcher Strichplatz.
Piktogramm-Studium beim Eingang: Eine Besucherin am Tag der offenen Tür im August 2013 auf dem Zürcher Strichplatz.
Doris Fanconi
Rundkurs: In diesen Häuschen warten die Sexarbeiterinnen auf Kundschaft im Auto.
Rundkurs: In diesen Häuschen warten die Sexarbeiterinnen auf Kundschaft im Auto.
Doris Fanconi
Protest: Dieser Freier setzte sich für Bordelle ein. Der Strichplatz sei diskriminierend für alle Männer, die kein Auto hätten. Denn der Platz ist nur im Wagen zugänglich.
Protest: Dieser Freier setzte sich für Bordelle ein. Der Strichplatz sei diskriminierend für alle Männer, die kein Auto hätten. Denn der Platz ist nur im Wagen zugänglich.
Doris Fanconi
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Herr Waser, Flugblätter, Informationen für Freier auf der Website, ein Tag der offenen Tür für alle. Wie wohl ist es Ihnen dabei, als Vorsteher des Sozialdepartements Werbung für Prostitution zu machen?

Das tun wir nicht. Wir wollen die Prostitution, die bis heute am Sihlquai stattfand, auf den Strichplatz verlagern. Damit das funktioniert, müssen die Freier und die Sexarbeiterinnen wissen, was auf sie zukommt. Den Tag der offenen Tür haben wir organisiert, um die Ängste und schlechten Gefühle abzubauen, die die Pläne für einen Strichplatz im Quartier teilweise ausgelöst hatten.

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