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Wird Weltliteratur zum Porno, wenn 14-Jährige sie lesen?

Ein Deutschlehrer landete vor Gericht, weil eine Mutter literarische Werke für pornografisch hielt. Er wurde deshalb zweieinhalb Jahre freigestellt.

«Sie steigt hinunter in den Keller, geht in den Hundestall und legt sich mit ausgebreiteten Beinen auf den kalten Zementboden. Die Kälte steigert noch ihre Wollust, während der Hund sie zwischen den Beinen zu lecken beginnt. (...) Die Erregung ist gross, gesteigert noch durch die Möglichkeit, dass in jedem Augenblick jemand kommen kann, um sie zu beobachten.»

Es waren Textpassagen wie die oben zitierte, die einen 48-jährigen Deutschlehrer in die Mühlen der Justiz brachten. Die Passage stammt aus dem Buch «Dunkler Frühling» von Unica Zürn, einer anerkannten deutschen Schriftstellerin. Der Roman handelt vom schwierigen Erwachsenwerden und vom sexuellen Erwachen, Protagonistin ist ein Mädchen im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren, missbraucht und bodenlos einsam.

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