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Wo die Zürcher am dicksten sind

Rund 400'000 Menschen im Kanton Zürich bringen zu viel Gewicht auf die Waage. Dabei gibt es allerdings regionale Unterschiede, wie eine Studie der Universität Zürich zeigt.

«Einmal erworbene Kilos sind erfahrungsgemäss nur schwer wieder loszuwerden»: Übergewichtige Frau.
«Einmal erworbene Kilos sind erfahrungsgemäss nur schwer wieder loszuwerden»: Übergewichtige Frau.
Keystone

Mit 31 Prozent übergewichtigen oder fettleibigen Erwachsenen sei das Niveau im Kanton Zürich nach wie vor hoch, wenn auch etwas tiefer als in der übrigen Deutschschweiz, heisst es in einer Mitteilung der Universität Zürich vom Freitag. Männer sind vor allem im Limmattal, Glattal und Furttal übergewichtig, Frauen im Oberland, Weinland und in Winterthur.

Gemäss der Studie der Präventivmediziner leben am wenigsten übergewichtige Männer in der Stadt Zürich. Am wenigsten fettleibige Frauen gibt es in den Seegemeinden sowie im Knonaueramt. Die Studie zeigt weiter, dass Männer fast doppelt so häufig übergewichtig oder fettleibig sind wie Frauen.

Kanton Zürich ein Trendkanton

Erfreulicherweise deuteten die Zahlen aus dem Kanton Zürich auf eine Stabilisierung der Übergewichtsepidemie hin, wird Roland Stähli, der Beauftragte für Prävention und Gesundheitsförderung des Kantons Zürich, in der Mitteilung zitiert. Dies hänge wahrscheinlich mit der verstärkten Prävention in den letzten zehn Jahren zusammen – zu beweisen sei dies allerdings nicht.

Möglicherweise nehme der Kanton Zürich die Entwicklung in der übrigen Deutschschweiz vorweg. Denn in den anderen Regionen sei dieser Trend bei Erwachsenen noch nicht so ausgeprägt auszumachen.

Bedenklich ist aus Sicht der Präventivmediziner, dass in der Stadt Zürich jedes fünfte Kind von Übergewicht betroffen ist. Einmal erworbene Kilos seien erfahrungsgemäss nur schwer wieder loszuwerden.

Kinder auf dem Land sind weniger dick

Ein Vergleich zeige, dass in den Städten Zürich, Basel, Bern, Genf und Freiburg mehr übergewichtige Kinder und Jugendliche leben als in den ländlichen Kantonen Graubünden, Jura und Wallis. Es sei deshalb anzunehmen, dass auch im Kanton Zürich weniger Kinder aus ländlichen Regionen übergewichtig seien als in der Stadt.

Laut der Studie belegen die Daten aus der Stadt Zürich, dass auch bei den Kindern die soziale Herkunft eine entscheidende Rolle spielt. Kinder aus sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen seien häufiger übergewichtig.

Zürcherinnen und Zürcher wüssten zwar recht gut, was die Ursachen von Übergewicht seien und wie sie überzählige Pfunde vermeiden oder bekämpfen könnten. Schwierigkeiten bereite jedoch die konkrete Umsetzung. Es seien deshalb weitere Präventionsbemühungen notwendig, um die Folgekosten von Übergewicht sowie das persönliche Leid zu reduzieren.

SDA/jcu

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