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Wo es im Langstrassenquartier noch immer brennt

Als die Stadt gestern Dienstag das Ende des Projektes Langstrasse Plus bekannt gab, stellte sie die Situation im Quartier als massiv verbessert dar. Ein Bericht der Stadt spricht eine andere Sprache.

Als die Vertreter der Stadt gestern Dienstag das Ende des Projektes Langstrasse bekannt gaben, waren sie voll des Lobes für die positive Entwicklung des Quartiers. «Es kann von niemandem bestritten werden, dass es heute deutlich, deutlich besser ist als vor zehn Jahren», sagte Polizeivorsteher Daniel Leupi. Die Aussage mag zwar richtig sein, erweckt allerdings einen falschen Eindruck. Tatsächlich kämpft das Quartier noch immer mit Problemen, die in ihrer Konzentration in der Stadt Zürich einzigartig sind.

Der Abschlussbericht des Projektes Langstrasse Plus lässt erkennen, dass die Anwohner in den Stadtkreisen 4 und 5 heute unter mindestens drei Brennpunkten leiden. Die Kriminalität im Quartier ist seit Jahren unverändert hoch, der Kampf gegen die Prostitution geht schleppend voran und das einstige Arbeiterquartier wird vor den Gentrifizierung nicht verschont bleiben. Der Stadtrat bezeichnete das Langstrassenquartier kürzlich gar als «Wohnquartier mit prekärem Status».

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