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«Zäune alleine reichen nicht»

In der Schweiz nehmen sich jährlich über 1000 Menschen das Leben. Was soll die Gesellschaft tun? Nationalrätin Maja Ingold – sie engagiert sich politisch – gibt Auskunft.

«90 Prozent der Suizide stehen im Zusammenhang mit einer depressiven Erkrankung»: Maja Ingold, EVP-Nationalrätin.
«90 Prozent der Suizide stehen im Zusammenhang mit einer depressiven Erkrankung»: Maja Ingold, EVP-Nationalrätin.
Steffen Schmidt, Keystone

Redaktion Tamedia berichtete heute zum Thema Suizid auf dem Schweizer SBB-Netz und den Traumata, die bei betroffenen Lokführern, Zeugen und Hilfskräften die Folge sind. Sie haben in einem Vorstoss einen Aktionsplan vom Bund zur Prävention von Suiziden gemacht. Welche Massnahmen stellen Sie sich vor?

In der Schweiz sind die Suizidraten im Vergleich mit anderen Ländern sehr hoch, aber Präventionsmassnahmen gibt es nur sehr wenige. Ich denke, man muss bei der Aufklärung ansetzen. Ich kann mir vorstellen, dass eine nationale Kampagne gestartet wird, welche Angehörige und Freunde von Suizidalen sensibilisiert, damit eine Früherkennung möglich ist. Zudem ist eine Vernetzung jener Akteure wichtig, die in der Prävention aktiv sind, seien dies Kantone, Beratungsstellen oder Vereinigungen von Psychiatern.

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