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Kanton Zürich empfiehlt: Schluss mit Partys

Innert eines Tages sind weitere vier Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Kanton erlässt deshalb neue Verhaltensregeln.

Darauf soll fürs Erste verzichtet werden: Party in Zürcher Club. Bild: Urs Jaudas
Darauf soll fürs Erste verzichtet werden: Party in Zürcher Club. Bild: Urs Jaudas

Die Zahl der Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, ist im Kanton Zürich von neun auf 13 gestiegen. Dies hat die Gesundheitsdirektion mitgeteilt. Die Bestätigung des nationalen Referenzlabors in Genf stehe aber noch aus. Es handle sich um zwei Frauen und zwei Männer im Alter zwischen 22 und 28 Jahren. In allen Fällen habe man die Infektionsquelle identifizieren können.

Drei der neuen Fälle haben sich beim gleichen Infizierten angesteckt, bei dem sich zuvor bereits drei andere Menschen angesteckt haben. Dabei dürfte es sich um einen Doktoranden des mathematischen Instituts der Universität Zürich handeln, der sich zuvor in Norditalien aufgehalten hatte.

Laut Gesundheitsdirektion geht es den meisten Betroffenen so gut, dass sie nicht hospitalisiert werden müssten, wenn sie nicht positiv getestet worden wären. Dies bestätige die Erfahrungen in anderen Ländern, dass die Erkrankung besonders bei jungen Menschen zumeist mild verläuft. Es besteht aber die Gefahr, dass junge Menschen mit nur schwachen Symptomen ältere Menschen anstecken, bei denen die Erkrankung einen schwereren Verlauf nehmen kann.

Neue Empfehlungen für Veranstalter

Die Gesundheitsdirektion hat daher folgende neue Empfehlungen erlassen, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen:

  • Veranstaltungen jeder Grösse mit teilnehmenden Gruppen aus den betroffenen Gebieten (Italien, China, Südkorea, Iran) sollen nicht durchgeführt werden.
  • Veranstaltungen mit vielen Personen in engem körperlichem Kontakt in geschlossenen Räumen sollen nicht durchgeführt werden (z. B. Clubs).
  • Veranstaltungen mit externen Teilnehmenden in Alters- und Pflegeheimen sollen nicht durchgeführt werden.

Dabei handelt es sich nicht um verbindliche Verbote. Solche wären laut Gesundheitsdirektion angesichts von tausenden Veranstaltungen im Kanton gar nicht durchsetzbar. Man zähle vielmehr auf die Eigenverantwortung der Bevölkerung und der Veranstalter.

Die Bar und Club Kommission Zürich, die die wichtigsten Akteure der Stadt vereint, reagiert überrascht von den neuen Empfehlungen des Regierungsrats. «Wir sind mit den städtischen Behörden und der Polizei am Abklären, wie die Empfehlungen zu interpretieren sind», sagte Mediensprecher Alexander Bücheli. Erste Aussagen dazu könne er erst morgen Mittwoch machen. Und dann werde möglicherweise ja auch der Bund neue Massnahmen beschliessen.

Schon gestern Montag sind sieben neue Fälle im Kanton Zürich publik gemacht worden. Darunter befanden sich erstmals auch Menschen, die sich nachweislich innerhalb der Schweiz mit dem Virus angesteckt haben. Drei dieser Fälle betrafen Mitarbeiter des mathematischen Instituts der Universität.Sie hatten sich das Virus beim erwähnten Doktoranden zugezogen.

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