Ziele sind da – und auch eine Lösung!

Vor vier Jahren zeichneten ETH-Wissenschaftler in einer Einzelinitiative einen gangbaren Weg auf, um aus der fossilen Beheizung auszusteigen.

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Ziele zu setzen, ist einfach, sie auch zu erfüllen, verlangt hingegen politisches Durch­setzungsvermögen. Das haben Regierung und Parlament des Kantons Zürich im Klimaschutz bisher vermissen lassen.

Nicht einmal die sogenannten «low hanging fruits» haben sie angetastet, also jene Optionen, die relativ schnell und ohne grosse Mehrkosten Wirkung zeigten. Zu ihnen gehören ­Öl- und Erdgasheizungen, deren CO2-Ausstoss gemäss dem kantonalen Ziel bis 2050 auf eine halbe Tonne pro Person und Jahr gesenkt werden soll. Heute liegen die Emissionen bei knapp 2 Tonnen.

Wer Ja zu einem Emissionspfad Richtung null sagt, kann sich solche Fehlentscheidungen nicht mehr leisten.

Um das Ziel zu erreichen, braucht es politische Mass­nahmen, die in die richtige Richtung lenken. Es kann nicht sein, dass immer noch eine Mehrheit der Zürcher Hausbesitzer fossile Heizungen klimafreundlichen Systemen vor­zieht. Wer Ja zu einem Emissionspfad Richtung null sagt, kann sich solche Fehlentscheidungen nicht mehr leisten.

Vor vier Jahren zeichneten ETH-Wissenschaftler in einer Einzelinitiative einen gangbaren Weg auf, um aus der fossilen Beheizung auszusteigen. Sie reichten den Vorschlag im Wissen ein, dass dafür markttaugliche, technische Lösungen vorhanden sind. Es ist an der Zeit, den unangetasteten Initiativtext endlich zu prüfen.

Erstellt: 06.06.2019, 22:26 Uhr

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