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Zoodirektor kämpft weiter für eine Seilbahn

Zoodirektor Alex Rübel beharrt auf der umstrittenen Idee einer Seilbahn vom Bahnhof Stettbach zum Zürcher Zoo. Gleichzeitig stemmt er sich gegen die VCS-Volksinitiative «Mit dem Tram direkt zum Zoo».

Ausschnitt aus dem Werbe-Video des Zoo Zürich.

An jedem schönen Wochenende staut sich der Verkehr auf dem Zürichberg. Die Parkplätze reichen für die Zoobesucher bei weitem nicht aus. Heute Dienstagnachmittag sagte Zoodirektor Alex Rübel vor den Medien, wie er das Problem lösen will: Mit einer Seilbahn, und nicht mit der Tramverlängerung, über die am 30. November abgestimmt wird.

Rübel sorgt sich um die Parkplätze

Rübels Hauptsorge ist, dass mit der VCS-Volksinitiative «Mit dem Tram direkt zum Zoo» 200 Parkplätze wegfallen würden. Das benachteiligte die Hauptkundschaft des Zoos: Familien und ältere Leute, die häufig mit Kinderwagen oder Rollstuhl unterwegs sind. «Auch wenn die Tramvorlage angenommen würde, müssen wir darauf bestehen, dass die Parkplätze ersetzt werden», sagt Rübel kämpferisch. Auch könne eine Tramverlängerung nicht erreichen, dass die Besucher tatsächlich vom Auto auf das Tram umsteigen.

Im Einklang mit der Umwelt

Was den Zoo-Verantwortlichen vorschwebt, ist eine Seilbahn, die vom Bahnhof Stettbach bis zum Zoo reicht. «Ende Monat werden wir beim Bundesamt für Verkehr das Plangenehmigungsverfahren für die Zooseilbahn einreichen», betont Rübel.

Einer der Vorteile der Seilbahn sei, dass die Bahn nur dann laufen müsse, wenn man sie brauche. Die Menge der Gondeln richte sich nach dem Besucheraufkommen. Ausserdem verfüge sie auch über den nötigen Platz für Kinderwagen oder Rollstuhl. Der Umweg über Stettbach würde dank der Seilbahn 15 Minuten dauern, mit dem Tram 18 Minuten.

Seilbahn kostet rund 17 Millionen

Kosten würde die Seilbahn rund 17 Millionen Franken. Diese Summe würde eine private Trägerschaft übernehmen. Der Projektleiter Peter Gasser beteuert gegenüber der Presse, dass die Seilbahn «im Einklang mit allen Umweltanliegen» betrieben werden könne. Dies würden Abklärungen bei den zuständigen Amststellen bei Bund und Kanton, aber auch Kreisförstern, Geologen und Wildhütern belegen.

Die Landfläche, die man für alle Masten der Seilbahn brauche, entspreche ungefähr dem Platzbedarf eines Einfamilienhauses, die Hälfte der Masten würden auf bereits bebautem Gebiet zu stehen kommen. Die höchsten Masten sind 58 Meter hoch. Ausserdem versuchte Gasser eine der grossen Sorgen des Dübendorfer Stadtrates zu entkräften: Er verspricht, dass in Stettbach keine zusätzlichen Parkplätze nötig seien.

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