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Zügelfieber unter den Zürcher Spitzenköchen

Für die Feinschmecker im Kanton Zürich hat sich einiges geändert: Wie der heute Montag veröffentlichte GaultMillau 2011 zeigt, haben einige der besten Köche der Region ihren Arbeitsplatz gewechselt.

Gleich mehrere der Zürcher Spitzenköche sind umgezogen. Wie der GaultMillau 2010 zeigt, bleiben die meisten Gourmets aber erhalten.

An einem neuen Herd steht beispielsweise der langjährige 17-Punkte-Chef Peter Schnaibel. Er kochte bisher im Winterthurer «Taggenberg» und steht nun in der Küche der «Blauen Ente» im Zürcher Seefeld.

Schnaibel wechselte aber nicht nur die Adresse, sondern auch das Konzept: In der «Blauen Ente» gibt es künftig nicht nur Gourmetküche, sondern auch französisch-schweizerische Bistrogerichte, wie etwa «Säuliwürste» mit Dill und Fenchel.

Bewertet wurde das neue Konzept noch nicht. Wie der GaultMillau schreibt, muss man zuerst einige Wochen verstreichen lassen, bevor man Bilanz zieht.

Stabübergabe im «Rigiblick»

Einen Wechsel gab es auch im Zürcher «Rigiblick». Den bisherigen Chefkoch Felix Eppisser zog es nach Asien, sein Vize Christian Nickel übernahm die Leitung und erreichte gleich auf Anhieb 16 GaultMillau-Punkte.

Neu orientiert hat sich zudem das laut GaultMillau grösste Koch-Talent der Stadt Zürich. Tobias Buholzer, die «Entdeckung des Jahres 2009», zog vom «Sankt Meinrad» in den «Münsterhof» um, wo Buholzer seine erste Küchenchefstelle hatte.

Zum Umzug entschloss er sich nicht zuletzt, weil dort die Küche einiges grösser ist als im «Sankt Meinrad». Eine Bewertung gibt es für die neue Adresse noch nicht, weil der Wechsel nach Redaktionsschluss des Gastro-Führers vollzogen wurde.

«Horst kanns nicht lassen»

Den wohl prominentesten Wechsel gibt es in diesem Jahr in Küsnacht: Horst Petermann hat die «Kunststuben» seinem langjährigen Mitarbeiter Rico Zandonella überlassen, der das Traditionslokal in «Rico's Kunststuben» umbenennen wird.

Die Tester von GaultMillau glauben jedoch nicht, dass Petermann die Kochschürze endgültig an den Haken hängt. «Horst kanns nicht lassen», schreiben sie. Er werde das Restaurant wohl regelmässig durch die Hintertür betreten und seinen Freund am Herd unterstützen.

Dolder Grand: «Kulinarischer Lottosechser»

Den «Kulinarischen Lottosechser» haben die Tester am Zürichberg gezogen, genauer im «Dolder Grand». Küchenchef Heiko Nieder aus Köln beschert dem Fünfsterne-Haus auch in diesem Jahr 17 Punkte. Zumindest im Kulinarischen hat das Hotel mit den tiefroten Zahlen somit keine Probleme.

Als «Aufsteiger» nennt GaultMillau das «Bianchi» und das «Gandria» in Zürich mit neu je 14 und das «Tizziani» mit 13 Punkten. Besonders erwähnt werden auch die Winterthurer Adressen «Sorell Hotel Krone» mit 15 Punkten und das «Schloss Wülflingen» mit 13 Punkten.

Als «Topadresse» nennt der Gastroführer die Edel-Wirtschaft «Zum Wiesengrund» in Uetikon am See. Koch Hans-Peter Hussong erreichte dort erneut 18 Punkte. Seit zwanzig Jahren biete Hussong «unaufgeregte Spitzenküche», schreiben die Tester. Empfehlenswert sei vor allem Hussongs «magische Ente».

SDA/cal

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