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Zürcher Baudirektion hat kantonales Biberkonzept erarbeitet

Im Kanton Zürich gibt es immer mehr Biber. Mit einen kantonalen Konzept will die Regierung nun deren Bestand sichern. Und Konflikte zwischen Mensch und Tier auf ein Minimum reduzieren.

Für landwirtschaftliche Schäden verantwortlich: Der Biber.
Für landwirtschaftliche Schäden verantwortlich: Der Biber.
Eckehard Schulz, Keystone

Die Zahl der Biber im Kanton Zürich ist in den vergangenen Jahren auf rund 250 Exemplare angewachsen. Diese hinterlassen in der Landschaft ihre Spuren. Zudem besiedeln wandernde Jungtiere zunehmend vom Menschen geprägte Gebiete, womit es vermehrt zu Konflikten kommt, wie die Baudirektion am Freitag mitteilte.

Zu Schäden kommt es insbesondere in der land- und Forstwirtschaft. Nebst Frassschäden an Kulturen und Bäumen kommt es wegen den Biberdämmen etwa zum Rückstau von Gewässern. Schwierig werde es, wenn Wege unterhöhlt oder Hochwasserschutzdämme gefährdet werden.

Grundlage für das neue Biberkonzept ist ein periodisches Monitoring des Biberbestandes. Im Konfliktfall sollen rasch umsetzbare Lösungen gefunden und die Schäden minimiert werden. Eine wichtige Rolle spielen laut Baudirektion auch präventive Massnahmen wie Gewässerrenaturierungen.

Vor 200 Jahren ausgerottet

Nur wenn diese Massnahmen erfolglos blieben, dürften Biber aus einem Gewässer entfernt werden, schreibt die Baudirektion. Dafür bräuchte es zudem eine Bewilligung des Bundes. Die geplante kantonale Biberfachstelle soll künftig als Anlauf- und Beratungsstelle für betroffene Landbesitzer dienen. Zugleich soll sie die Öffentlichkeit über den Biber und seine Eigenarten informieren.

Vor 200 Jahren galt der Biber in der Schweiz als ausgerottet. Dank der erfolgreichen Wiederansiedlung des Bibers zwischen 1956 und 1977 leben heute rund 2000 Tiere im Land. Trotzdem zählt der Biber auch heute noch zu den vom Aussterben bedrohten Arten und darf nicht gejagt werden.

SDA/jcu

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