Zürcher Chefbeamter verlässt Posten im Streit

Er hat sich mit Baudirektor Markus Kägi (SVP) überworfen. Kantonsbaumeister Matthias Haag ist nicht mehr im Dienst.

Ist nicht mehr Kantonsbaumeister: Matthias Haag.

Ist nicht mehr Kantonsbaumeister: Matthias Haag. Bild: PD

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«Aufgrund unterschiedlicher Haltungen in Organisations- und Führungsfragen haben Baudirektor Markus Kägi und Kantonsbaumeister Matthias Haag beschlossen, die Zusammenarbeit zu beenden», schreibt heute Montag die Baudirektion in seltener Offenheit.

Haag hatte 2013 die Führung des Hochbauamts des Kantons übernommen. Danach habe er das Amt neu strukturiert und dessen Rolle im kantonalen Immobilienmanagement positiv weiterentwickelt, lobt die Baudirektion in der Mitteilung, in der SVP-Regierungsrat Kägi Haag für «seine sehr gute Arbeit» dankt und alles Gute für die Zukunft wünscht. Persönlich trenne man sich im Frieden, betonte Kägi auf Anfrage: «Wenn wir uns in Zukunft auf der Strasse treffen, gehen wir gerne zusammen einen Kaffee trinken.»

Haag war medial wenig präsent, wirkte aber offenbar vor allem hinter den Kulissen. Der ETH-Architekt war vor seiner Anstellung beim Kanton Zürich Partner beim Beratungsunternehmen Wüest & Partner und anschliessend CEO und Krisenmanager der damals skandalumwitterten Stadtbauten Bern.

Schleudersitz Kantonsbaumeister

Das Amt des Kantonsbaumeisters scheint ein Schleudersitz zu sein. Haags Vorgänger Stefan Bitterli war ebenfalls Knall auf Fall gegangen, nachdem es zu Kostenüberschreitungen und Planungsflops beim Polizei- und Justizzentrum sowie beim Massnahmenzentrum Uitikon gekommen war.

Haags Stellvertreter Christoph Rothenhöfer übernimmt nun interimistisch die Leitung des Hochbauamts. (pu/ros)

Erstellt: 27.08.2018, 14:49 Uhr

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