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Zürcher Hooligans in Basel in Untersuchungshaft

Nach dem Angriff auf sprayende Anhänger des FC Basel sitzen Mitglieder von «Zürichs Kranker Horde» im Gefängnis.

Fahrzeuglenker versuchen, vor dem Basler Mob zu fliehen: Strassenschlacht in Basel. Video: Leser-Reporter/20 Minuten

Nach der Attacke von rund 60 Zürcher Hooligans auf 30 Basler Anhänger am 19. Mai sitzen sieben Männer im Alter zwischen 22 und 34 Jahren in Untersuchungshaft. Es handelt sich um sechs Schweizer und einen Syrer, welche auf Antrag der Basler Staatsanwaltschaft am 22. Juni in verschiedenen Kantonen festgenommen wurden.

Wie die «NZZ am Sonntag» berichtet, hat das Basler Zwangsmassnahmengericht Untersuchungshaft angeordnet. Das bedeutet, die Männer sitzen bis auf weiteres im Gefängnis. Ihnen wird Raufhandel, Körperverletzung und Sachbeschädigung vorgeworfen. Gemäss Bericht handelt es sich um fünf Personen von der Zürcher Seite und zwei von der Basler. Peter Gill von der Basler Staatsanwaltschaft deutet zudem an, dass weitere Verhaftungen bevorstehen. «Wir gehen davon aus, dass in nächster Zeit weitere Tatverdächtige ermittelt werden können», wird Gill zitiert.

Abrechnung unter Hooligans

Es ist die Folge einer wüsten Auseinandersetzung nach dem Spiel FC Basel gegen den FC Luzern vor knapp zwei Monaten. Basler Fussballaktivisten machten sich nach dem letzten Saisonspiel auf, Brückenpfeiler der Autobahn in der Nähe des St.Jakob-Parks zu besprayen. Um ihre Kleider zu schützen, waren sie in weissen Overalls gekleidet. Da wurden sie unvermittelt von Hooligans aus dem Umfeld des FC Zürich und des Grasshopper-Clubs angegriffen.

Das erstaunt insofern, als keiner der Zürcher Clubs in Basel gespielt hatte und die Anhänger der beiden Vereine verfeindet sind. Handkehrum treffen sich Hooligans – nicht zu verwechseln mit den Ultras – jeweils abseits der Spiele, um sich zu prügeln. Oft kommen dabei auch Gesinnungskollegen aus dem Ausland zum Zug. In diesem Fall erhielten die Zürcher, die sich «Zürichs Kranke Horde» nennen, Support aus Karlsruhe.

Rückzug «Zürichs Kranker Horde»

Der Angriff der Zürcher übrigens scheiterte. Die überraschten Basler konnten offenbar schnell Schlägerkollegen aufbieten, worauf die Zürcher die Szenerie panikartig zu verlassen versuchten.

Videoaufnahmen zeigen, wie Absperrgitter fliegen und ein Geländefahrzeug mit Stangen fahruntauglich gemacht wird. Es gab einige Verletzte, die sich selbständig in die Notaufnahmen der Spitäler begaben. Die Polizei kontrollierte an diesem Abend 14 junge Männer, wovon zwei mit Wohnort Zürich. Zwei (Deutsche) nahm sie mit auf den Posten. Diese wurden aber sogleich wieder freigelassen.

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