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Zürcher Juso fallen mit Protest einem Mitglied in den Rücken

Die Juso protestierten gestern gegen den Elite-Model-Look-Finale. Dabei nahm ausgerechnet ein Juso-Mitglied daran teil.

Die Botschaft des Elite-Model-Look-Wettbewerbs missfällt den Jungsozialisten.
Die Botschaft des Elite-Model-Look-Wettbewerbs missfällt den Jungsozialisten.
Oskar Moyano/Custom Images

«Akne? Trotzdem schön!» oder «Krumme Nase? Trotzdem schön!»: Solche Transparente hielten mehrere Mitglieder der Juso Kanton Zürich am Donnerstagabend vor dem Kameha Grand Hotel in Opfikon in die Höhe. Ihr Protest richtete sich gegen den Elite-Model-Look-Wettbewerb, dessen Final hier stattfand. «Uns stört die Botschaft, die dieser Wettbewerb vermittelt», sagt Nina Hüsser, Co-Präsidentin der Juso Kanton Zürich. Der Elite Model Look vermittle das Bild, wonach Frauen 1,80 gross, dünn und perfekt geschminkt sein müssten. Und auch bei den Männern gelte: gross und dünn.

«Solche Events setzen insbesondere junge Frauen wahnsinnig unter Druck», sagt die 22-Jährige. «Dabei entspricht kaum jemand diesem Schönheitsideal.» Gross und dünn, das ist auch Léon Schulthess. Der 18-jährige Luzerner nahm am Final teil, verpasste den Sieg nur knapp – und er ist ausgerechnet Mitglied der Luzerner Juso. Für Hüsser offenbar kein Widerspruch: «Es ist sein gutes Recht, daran teilzunehmen – wäre er bei uns Mitglied, würde ich ihn einfach daran erinnern, dass wir die Botschaft eines solchen Wettbewerbs kritisieren.»

Drinnen stand mit Léon Schulthess (vorne) ein Luzerner Juso-Mitglied auf dem Catwalk.
Drinnen stand mit Léon Schulthess (vorne) ein Luzerner Juso-Mitglied auf dem Catwalk.

Gerne hätte man gewusst, was Schulthess vom Juso-Protest hält. Doch er war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar. In einem Interview mit 20 Minuten am Mittwoch nannte er als einer der Gründe für seine Juso-Mitgliedschaft: «Jeder, egal welcher Herkunft, Religion oder sexuellen Ausrichtung, soll machen, was er will.» (Übernommen von «20 Minuten», bearbeitet von TA)

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