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Gericht will «Parkhausmörderin» weiterhin verwahren

Das Zürcher Bezirksgericht sieht bei der wegen mehrfachen Mordes verurteilten Straftäterin eine hohe Rückfallgefahr.

Eines ihrer Opfer brachte die Österreicherin im Parkhaus Urania um.
Eines ihrer Opfer brachte die Österreicherin im Parkhaus Urania um.
Doris Fanconi

Das Bezirksgericht Zürich hat am 27. Januar 2017 entschieden, dass die als «Parkhausmörderin» bekannte Straftäterin weiterhin in Verwahrung bleibt. Dies teilt das Gericht am Donnerstag mit. Die Straftäterin wurde vom Obergericht am 18. Dezember 2001 wegen mehrfachen Mordes, versuchten Mordes sowie zahlreicher weiterer Straftaten wie Brandstiftung und Raub schuldig gesprochen und zu einer lebenslänglichen Zuchthausstrafe verurteilt.

Die Verwahrung eines psychisch schwer gestörten Täters könne zwar gemäss Gesetz und Rechtsprechung in eine stationäre therapeutische Massnahmem, im Volksmund «kleine Verwahrung», umgewandelt werden, schreibt das Gericht. Dies, wenn zu erwarten sei, dass sich dadurch die Gefahr weiterer mit der psychischen Störung in Zusammenhang stehender Taten über den Zeitraum von 5 Jahren deutlich verringern liesse.

Rückfallgefahr weiterhin hoch

«Gericht und Gutachter anerkennen, dass es bei der Verwahrten in den letzten Jahren positive Entwicklungen gegeben hat», heisst es in der Mitteilung. Sie sei therapiewillig und grundsätzlich auch therapiefähig. Hingegen beurteilen Gutachter und Gericht die Gefahr eines Rückfalls ausserhalb des Strafvollzugs weiterhin als hoch: «Es besteht heute keine hinreichende Wahrscheinlichkeit, dass sich die Rückfallgefahr durch eine Umwandlung in eine stationäre therapeutische Massnahme deutlich verringern lässt.» Das Gericht hat deshalb beschlossen, dass die Verwahrung weitergeführt und keine therapeutische Massnahme angeordnet wird.

Die Hauptverhandlung und Anhörung der Verurteilten fand am 20. Januar 2016 statt. Im Anschluss an die Verhandlung ordnete das Gericht ein psychiatrisches Ergänzungsgutachten an. Einen Antrag der Verwahrten auf erneute Anhörung wies das Gericht ab, da eine solche am Beweisergebnis nichts ändern würde. Der Beschluss ist nicht rechtskräftig. Er kann beim Obergericht angefochten werden.

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