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Zürcher Polizei nimmt über 20 Raser fest

Nach Hausdurchsuchungen in mehreren Kantonen konnte die Kantonspolizei Zürich fünf Fahrzeuge beschlagnahmen und 22 Personen verhaften.

Aktion gegen Raser: Die Kantonspolizei konnte dank Videoaufnahmen 22 Personen festnehmen.
Aktion gegen Raser: Die Kantonspolizei konnte dank Videoaufnahmen 22 Personen festnehmen.
Keystone

25 Hausdurchsuchungen, 22 Festnahmen, 5 sichergestellte Fahrzeuge: So lautet das Resultat von drei gezielten Aktionen der Kantonspolizei Zürich in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft. Die Hausdurchsuchungen fanden an verschiedenen Orten in den Kantonen Zürich, Aargau, Zug, Schwyz und St. Gallen im November statt, wie die Kantonspolizei Zürich heute Dienstag mitteilte. Bei den Verhafteten handelt es sich um Personen im Alter zwischen 18 und 37 Jahren mit Wohnsitz in verschiedenen Kantonen.

Die Staatsanwaltschaft hat gegen die Beschuldigten Strafverfahren eröffnet, wegen qualifizierten Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz beziehungsweise Gehilfenschaft dazu. Nach der Befragung durch Polizei und Staatsanwaltschaft hat das Zwangsmassnahmengericht bei einem Beschuldigten Untersuchungshaft angeordnet. Die anderen wurden nach den Einvernahmen wieder auf freien Fuss gesetzt.

Rennen gefilmt

Laut Kantonspolizei stehen die Verhaftungen in direktem Zusammenhang mit der Aktion «Rapido», die bereits vor einem Jahr durchgeführt wurde. An verschiedenen Orten im Kanton Zürich wurden damals insgesamt zehn Raser verhaftet, und acht Fahrzeuge sowie Hunderte Filme beschlagnahmt, auf denen Autorennen zu sehen waren. Die Auswertung der Filme hat die neuen Ermittlungen ausgelöst.

Die Abklärungen ergaben, dass die gefilmten Rennen zwischen Juni 2014 und Oktober 2015 auf Strassenabschnitten hauptsächlich im Kanton Zürich aber auch in anderen Kantonen stattfanden. Dabei filmten sich entweder die Fahrzeuglenker selbst, deren Beifahrer oder Dritte, schreibt die Kantonspolizei.

Die Verfahren werden in enger Zusammenarbeit der Staatsanwaltschaften Zürich-Limmat, See/Oberland und Limmattal/Albis mit Spezialisten des Verkehrspolizeilichen Einsatzdienstes der Kantonspolizei Zürich und dem Forensischen Institut Zürich geführt.

Die aus der Aktion «Rapido» eröffneten Strafverfahren sind zwischenzeitlich alle abgeschlossen. In sechs Fällen hat die Staatsanwaltschaft Anklage im abgekürzten Verfahren erhoben, und die Beschuldigten wurden mit Freiheitsstrafen zwischen 12 und 18 Monaten und zusätzlichen Bussen zwischen 300 und 2200 Franken bestraft. Die restlichen Verfahren wurden im Strafbefehlsverfahren erledigt, mit Strafen zwischen 75 und 180 Tagessätzen Geldstrafe und Bussen zwischen 400 und 1700 Franken.

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