Zürcher Polizei verhaftet Mann nach Amokdrohung auf Facebook

Meldungen via soziale Medien lösten im November zwei Polizeiaktionen aus. Ein österreichischer Tourist wurde verhaftet.

Österreichischer Tourist festgenommen: Die Kantonspolizei Zürich hat nach einem Facebook-Post reagiert.

Österreichischer Tourist festgenommen: Die Kantonspolizei Zürich hat nach einem Facebook-Post reagiert.

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Facebook, Twitter, Youtube und seit kurzem auch auf Whatsapp: Die Kantonspolizei Zürich ist mittlerweile auf vielen Kanälen in den sozialen Medien präsent. In den letzten Tagen seien bei der Kantonspolizei Zürich via soziale Medien zwei Hinweise eingegangen, die Polizeieinsätze ausgelöst hätten, schreibt die Kantonspolizei heute Montag in einer Medienmitteilung.

Am Mittwoch vor zwei Wochen meldete sich ein User via Direktnachricht auf Facebook und schrieb: Ein Mitglied einer geschlossenen Gruppe habe Andeutungen gemacht, die auf einen möglichen Amoklauf schliessen liessen. Die Kantonspolizei Zürich nahm Ermittlungen auf. «Als Urheber der Äusserungen wurde ein junger Mann aus dem Kanton Aargau identifiziert», schreibt die Kantonspolizei Zürich.

Der Fall sei kurze Zeit später an die Kantonspolizei Aargau weitergegeben worden, wo man bereits von einer anderen Seite den Hinweis auf dieselben Online-Äusserungen bekommen hatte. «Gemäss Kantonspolizei Aargau wurde der junge Mann zu Hause kontaktiert und kontrolliert», heisst es weiter. Eine Ausführung der angedrohten Tat kann laut der Kantonspolizei Zürich ausgeschlossen werden.

Mann der Staatsanwaltschaft zugeführt

Ein ähnlich gelagerter Fall ereignete sich nur einen Tag später an einem Donnerstagnachmittag. Diesmal bekam die Kantonspolizei via Whatsapp einen Hinweis auf einen Facebook-Eintrag. «Ein zunächst unbekannter Mann äusserte konkret, dass er in Zürich einen Amoklauf durchführen werde», schreibt die Kapo. Sofort seien umfangreiche Ermittlungen eingeleitet worden. «Schliesslich konnten unsere Fahnder den Mann identifizieren und im Hauptbahnhof Zürich verhaften.»

Es habe sich um einen 36-Jährigen aus Österreich gehandelt, der sich in Zürich als Tourist aufhielt. Nach ersten polizeilichen Ermittlungen könne davon ausgegangen werden, dass der Mann seine Drohung nicht wahr machen wollte, heisst es in der Mitteilung. Wegen seiner Äusserungen in der Öffentlichkeit, zu der auch Social-Media-Plattformen zählen, machte sich der Mann strafbar. Er wurde der Staatsanwaltschaft zugeführt. (sip)

Erstellt: 04.12.2017, 11:27 Uhr

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