Zum Hauptinhalt springen

Zürcher Richter verbietet Veröffentlichung von Sepp-Blatter-Karikaturen

Die Karikaturen «The Platter Cartoons» dürfen vorderhand nicht publiziert werden. Das hat das Bezirksgericht Zürich entschieden. Beim Zeichner handelt es sich um einen dänischen Trainer, der in Luzern lebt.

Erfolg vor Gericht: Fifa-Präsident Sepp Blatter im Hauptsitz des Weltfussballverbands in Zürich.
Erfolg vor Gericht: Fifa-Präsident Sepp Blatter im Hauptsitz des Weltfussballverbands in Zürich.
Doris Fanconi
Das Bezirksgericht hat die Veröffentlichung des Buchs «The Platter Cartoons» verboten: Karikaturist Olé Andersen mit dem unkenntlich gemachten Titelbild.
Das Bezirksgericht hat die Veröffentlichung des Buchs «The Platter Cartoons» verboten: Karikaturist Olé Andersen mit dem unkenntlich gemachten Titelbild.
pd
Eine unbedenkliche Zeichnung von Olé Andersen: Karikatur des brasilianischen Nationalspielers Neymar.
Eine unbedenkliche Zeichnung von Olé Andersen: Karikatur des brasilianischen Nationalspielers Neymar.
Olé Andersen
1 / 3

Fifa-Chef Sepp Blatter feiert einen Erfolg vor dem Zürcher Bezirksgericht: Der Einzelrichter verbietet die Veröffentlichung von «The Platter Cartoons». Dabei handelt es sich um Karikaturen von Olé Andersen, einem dänischen Zeichner und Fussballtrainer, der im Kanton Luzern lebt. Laut dem Einzelrichter sind die Zeichungen geeignet, die berufliche und gesellschaftliche Ehre von Blatter und die Reputation der Fifa «empfindlich» herabzusetzen. Die Publikation beinhalte eine «Aneinanderreihung unnötig herabwürdigender Darstellungen». Dabei stünden «nicht der ästhetisch-künstlerische Aspekt, sondern rein egoistische Motive des Zeichners im Vordergrund». Dieser dürfe sich deshalb nicht auf die Kunstfreiheit berufen. Laut dem Richter greifen die Zeichnungen Blatter auch auf der privaten Ebene an und bringen ihn und die Fifa mit rassistischem Gedankengut in Verbindung.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.