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Zürcher Schule hat im Aargau keine Zukunft

Expats in Baden haben vergeblich auf eine Lösung für ihre Kinder gehofft: Die Aargauer Politik hat es nicht geschafft, den Wegzug der Zurich International School zu verhindern.

Hier sollen manche der 126 ausländischen Kinder aus Baden untergebracht werden: Schüler an der International School in Adliswil.
Hier sollen manche der 126 ausländischen Kinder aus Baden untergebracht werden: Schüler an der International School in Adliswil.
Gaetan Bally, Keystone

Die Zurich International School schliesst ihren Ableger in Baden definitiv per Ende Juli 2015. Ein Konsultationsverfahren in den letzten Wochen habe keine andere Lösung gebracht, teilt die Schulleitung mit. Dies, obwohl die Schule «intensive Gespräche» mit der Aargauer Regierung und dem Stadtrat von Baden geführt habe, um alle Optionen zu prüfen, wie ihr Campus allenfalls aufrechterhalten werden könnte.

Die Schülerzahlen der internationalen Schule sind in Baden in den letzten Jahren zurückgegangen. Nachdem sie im letzten Jahr ein neues, grösseres Campusgebäude bezogen hatte, schrieb sie rote Zahlen. Laut der Schulleitung fehlen die Aussichten, dass sich diese Entwicklung in absehbarer Zeit umkehren könnte.

Die Zukunft von Baden als Standort für internationale Firmen, deren Angestellte ihre Kinder in eine solche Privatschule schicken, sieht derzeit weniger rosig aus als auch schon. Offen ist insbesondere die Frage, was der Stadt vom Elektrokonzern Alstom nach dem Kauf durch General Electric erhalten bleibt.

Aufbau einer Ersatzschule?

Im Aargauer Kantonsparlament ist eine Anfrage an die Regierung hängig, ob diese nicht dafür sorgen könne, dass Baden weiterhin eine internationale Schule habe. Schliesslich sei eine solche für den Wirtschaftsstandort wichtig. Zudem habe die Regierung wesentlich dazu beigetragen, dass die International School 2008 nach Baden gekommen sei: Der Kanton leistete eine vierjährige Defizitgarantie und eine Anschubfinanzierung.

Die International School hat nach eigenen Angaben angeboten, die Badener Behörden mit ihrem Fachwissen zu unterstützen, falls diese eine Ersatzschule aufziehen wollten. Den von der Schliessung betroffenen 126 Schülerinnen und Schülern verspricht sie einen Platz an einem ihrer drei Standorte am linken Zürichseeufer.

Wie viele der ausländischen Eltern auf das Angebot eingehen, ist noch offen. Der Vater einer chinesischen Familie, die sich in diesem Jahr eigens wegen der Schule in Baden niederliess, zeigt sich enttäuscht. Er werde für seinen Sohn eine andere Schule in Betracht ziehen.

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