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Zürcher sollen mehr Sport treiben

Möglichst viele Zürcherinnen und Zürcher sollen sich noch mehr als bisher sportlich betätigen. Dies ist eines der Ziele des kantonalen Sportamtes.

Mädchen mit Migrationshintergrund bewegen sich oft zu wenig: Sportstunde in Zürich (Bild: 2009).
Mädchen mit Migrationshintergrund bewegen sich oft zu wenig: Sportstunde in Zürich (Bild: 2009).
Patrick B. Krämer, Keystone

Seit dem 1. Januar wird die Sportpolitik des Kantons Zürich durch das kantonale Sportamt verantwortet. Es hat dasselbe Pflichtenheft wie die ehemalige Fachstelle Sport, wie die Sicherheitsdirektion heute Freitag mitteilte.

Mit der Aufwertung der ehemaligen Fachstelle setze der Regierungsrat ein Zeichen für eine stärkere sportpolitische Präsenz des Kantons Zürich in der Öffentlichkeit, heisst es weiter. Die grundlegende Absicht dahinter sei, dass möglichst viele Zürcherinnen und Zürcher noch mehr Sport treiben.

Dies sei ein ambitiöses Ziel. Denn 73 Prozent der Bevölkerung sind bereits mindestens einmal pro Woche sportlich aktiv. Über 300'000 Zürcherinnen und Zürcher sind gemäss Mitteilung Mitglied in einem Sportverein. 78'000 davon engagieren sich ehrenamtlich im Rahmen von Vereins- oder Verbandsfunktionen.

Mädchen mit Migrationshintergrund im Fokus

Das Sportamt will insbesondere den Zugang zum Sport und zu Sportangeboten erleichtern. Ergebnisse von Studien über das Sportverhalten stellten diesbezüglich nämlich bei bildungsfernen und einkommensschwachen Bevölkerungsschichten einen grossen Nachholbedarf fest, heisst es weiter. Insbesondere Mädchen mit Migrationshintergrund treiben wenig Sport. Hier wolle man ansetzen.

Mit dem neuen Sportamt strebe der Kanton Zürich auch eine noch sichtbarere Rolle in sportpolitischen Debatten von nationaler Tragweite an. Ein Beispiel dafür ist die Revision des Konkordats über Massnahmen gegen Gewalt an Sportveranstaltungen, das sogenannte Hooligan-Konkordat. Hier setzt sich Zürich für eine pragmatische Rechtsetzung und eine Praxis mit Augenmass ein.

Vielfältige Aufgaben

Das Sportamt ist unter anderem für die Umsetzung von Jugend Sport, dem wichtigsten Sportförderungsprogramm, auf kantonaler Ebene zuständig. Es führt beispielsweise jährlich über 30 Jugendsportcamps durch. Der Betrieb und die Führung des kantonalen Sportzentrums Kerenzerberg sind dem Zürcher Kantonalverband für Sport übertragen.

Das Sportamt hat für seine Aufgaben und Tätigkeiten jährlich 2,6 Millionen Franken zur Verfügung. Damit löst es gemäss Mitteilung Folgeinvestitionen von rund 25 Millionen Franken aus. Konkret unterstützt es Städte, Gemeinden, Sportverbände und -vereine sowie andere Akteure im Sport jährlich mit über 7,5 Millionen Franken an JS-Geldern und rund 16 Millionen aus dem kantonalen Sportfonds.

Das Sportamt hat 17 eigene Mitarbeitende. Auf der Geschäftsstelle des Zürcher Kantonalverbandes für Sport, der wichtigsten Partnerorganisation des Sportamts, sind acht Personen tätig. Gegen 50 Personen arbeiten im kantonalen Sportzentrum Kerenzerberg.

SDA/jcu

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