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Zürcher Spitäler wollen Umkleidezeit nicht bezahlen

Bis zu 20 Millionen Franken würde es ein Spital kosten, wenn es seine Mitarbeiter fürs Umkleiden bezahlen würde, rechnet der Verband vor.

Streitpunkt Umkleidezeit: Der VPOD fordert, dass die Zeit fürs Umziehen entlohnt wird.
Streitpunkt Umkleidezeit: Der VPOD fordert, dass die Zeit fürs Umziehen entlohnt wird.
Keystone

Zürcher Krankenhäuser wollen den Spitalangestellten die Zeit für das Umziehen weiterhin nicht als Arbeitszeit vergüten. Sie lehnen eine entsprechende Forderung der Gewerkschaft VPOD ab.

Bezahlte Umkleidezeit würde den Spitälern Kosten in Millionenhöhe verursachen. In einem grossen Spital würden sich die Mehrkosten auf zehn bis 20 Millionen Franken belaufen, in einem Regionalspital auf drei bis vier Millionen, rechnet der Verband Zürcher Krankenhäuser VZK vor. Diese Kosten wolle und könne man sich nicht leisten.

Regierungsrat ist anderer Meinung

Es bestehe kein Grund, die bestehende Regelung anzupassen, schreibt der VZK weiter. Es sei Usanz in Spitälern, dass die Stempeluhr erst zu laufen beginne, wenn Mitarbeitende bereit seien für ihre Arbeit. Diese Regelung verletze das Arbeitsgesetz nicht. Der Verband ist zudem der Ansicht, dass Anpassungen von Arbeitsbedingungen nicht verordnet werden können.

Eine bezahlte Umkleidezeit fordert die Gewerkschaft VPOD. Nach deren Berechnungen addieren sich die täglichen Umkleide-Minuten im Jahr auf ganze zwei Wochen. Unterstützung erfährt die Gewerkschaft vom Zürcher Regierungsrat. Dieser findet es naheliegend, dass das vom Arbeitgeber vorgeschriebene Umziehen grundsätzlich als Arbeitszeit gilt, wie aus einer am vergangenen Donnerstag publizierten Antwort auf eine Anfrage von SP, Grünen und EVP hervorgeht.

SDA

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