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Zürcher Trams und Busse werden kübelfrei

Ab August gibt es in den Stadtzürcher Bussen und Trams keine Möglichkeit mehr, Abfall zu entsorgen. Die Verkehrsbetriebe Zürich setzen künftig auf grössere Abfallkübel an den Haltestellen.

Ein Pilotprojekt verlief positiv: Ein Tram an der Zürcher Bahnhofstrasse.
Ein Pilotprojekt verlief positiv: Ein Tram an der Zürcher Bahnhofstrasse.
Keystone

Aus sämtlichen Stadtzürcher Trams und Bussen werden bis Mitte August die Abfallkübel entfernt. Im Gegenzug werden an sämtlichen Haltestellen grosse Mülleimer stehen. Und die Reinigungstrupps machen auch weiterhin regelmässig ihre Runden durch die Fahrzeuge.

Bereits im September 2012 habe man einen Pilotversuch mit kübelfreien Bussen gestartet, bestätigte VBZ-Sprecher Andreas Uhl eine Meldung von Radio 24. Der Versuch war erfolgreich. In zwei Wochen sollen nun alle Trams und Busse kübelfrei sein.

Ein Kübel an jeder Haltestelle

Man habe damals bewusst auf eine Ankündigung verzichtet, sagte Uhl. Und das habe sich bewährt. Wäre die Massnahme angekündigt worden, hätte es «einen Aufschrei gegeben». So aber sei die Änderung kaum bemerkt und die Behälter nicht vermisst worden: «Wir hatten nicht einmal fünf Reaktionen», sagte Uhl auf Anfrage. Das sei denn doch eine grosse Überraschung gewesen.

Da aber auch ohne Kübel im Tram nicht weniger Abfall anfällt, hat man die Haltstellen «aufgerüstet». Von den 1500 VBZ-Haltestellen sind laut Uhl zurzeit noch 16 ohne Kübel. Bis Ende Jahr stehe aber an jeder Station mindestens einer. Und die mobilen Reinigungstrupps sind auch künftig im Einsatz.

Wie aus anderen Städten mit kübelfreien öffentlichen Verkehrsmitteln vorausgesagt, sind die Trams ohne Abfalleimer sauberer, so Uhl. In den herkömmlichen hohen, schmalen Behältern haben aber grosse Abfallstücke keinen Platz. Zudem fällt manches daneben und manches fällt raus, wenn das Tram beim Fahren ruckelt. Jetzt liegt laut Uhl viel weniger Müll am Boden.

SDA/wid

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