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Erstes Zürcher Gerichtsurteil gegen Airbnb-Anbieter

Ein Mieter hat seine Wohnung zu Unrecht über Airbnb untervermietet. Nun ist er verurteilt worden und muss seinen Gewinn dem Vermieter abgeben.

Ein Mieter darf seine Wohnung nicht ohne Einverständnis des Vermieters untervermieten, auch nicht auf Airbnb.
Ein Mieter darf seine Wohnung nicht ohne Einverständnis des Vermieters untervermieten, auch nicht auf Airbnb.
AFP

Wie das Bezirksgericht Zürich heute Donnerstag mitgeteilt hat, verpflichtete das Mietgericht den Mieter dazu, seinen Gewinn von 1620 Franken aus der «missbräuchlichen Untervermietung» dem Vermieter abzuliefern. Zudem verbot es ihm, seine Wohnung künftig über Buchungsplattformen unterzuvermieten.

Wer seine Wohnung über Airbnb oder eine andere Buchungsplattform weitervermieten möchte, muss dafür Grünes Licht von seinem Vermieters bekommen. Dieser kann die Zustimmung verweigern, wenn der Mieter ihm die Bedingungen des Untermietvertrags nicht offenlegt, wenn diese Bedingungen missbräuchlich sind oder wenn dem Vermieter aus der Untervermietung wesentliche Nachteile entstehen.

Viel zu viel verlangt

Im konkreten Fall hatte der Mieter dem Vermieter nicht gemeldet, dass er die Wohnung für 220 Franken pro Nacht untervermiete. Dem Vermieter entstanden zudem laut Mietgericht wesentliche Nachteile, weil sich die anderen Mieter im Haus von den Gästen gestört fühlten. Dies hätte allenfalls zu Ansprüchen an den Vermieter führen können, heisst es in der Mitteilung.

Überdies mussten die Gäste einen «missbräuchlich hohen Untermietzins» für die Wohnung zahlen. Der Mieter habe über die Untermiet-Konditionen im Gerichtsverfahren falsche Angaben gemacht. Aufgrund seines Verhaltens gebe es keine Gewähr für künftiges korrektes Verhalten, hält das Mietgericht fest.

Urteil: MG160009-L

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