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Zürich bekommt «goldigi Schiissi» geschenkt

Künstler haben der Nagelhaus-Abstimmung ein Denkmal gesetzt und eine goldene Kloschüssel am Escher-Wyss-Platz aufgebaut. Doch die Stadt machte kurzen Prozess mit dem anonymen Geschenk.

Eine Woche ist es her, seit das Volk den Bau des Nagelhauses ablehnte – oder eben die «goldigi Schiissi», auf die das Kunstprojekt von der SVP reduziert wurde. Jetzt hat die Stadt die goldene WC-Schüssel trotzdem erhalten, und zwar als Kustobjekt auf einem grossen weissen Sockel. Die Skulptur wurde am Wochenende in einer Nacht-und-Nebel-Aktion am Escher-Wyss-Platz errichtet, wo auch das Nagelhaus geplant war. Ohne Bewilligung der Stadt, versteht sich.

Dort reagiert man jedoch gelassen auf das goldene Geschenk. «Die Skulptur reiht sich ein in einen Reigen origineller Ideen, was jetzt anstelle des Nagelhauses am Escher-Wyss-Platz gebaut werden könnte», sagt Pio Marzolini, Sprecher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements der Stadt Zürich. Ähnlich sieht es Romano Zerbini, Sprecher des Komitees Pro Nagelhaus: «Es ist eine gute Art damit umzugehen, dass uns dort jetzt ein leerer Platz droht.»

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