Zum Hauptinhalt springen

Zürich hat weiterhin günstigste Gebäudeversicherung

Die Versicherungsprämien für Gebäude im Kanton bleiben im nächsten Jahr gleich teuer. Bisher zahlte die Versicherung 2011 rund 40 Millionen Franken aus.

Hausbesitzer müssen für Gebäudeversicherung nicht tiefer in die Tasche greifen: Immobilien am Ufer des Zürichsees.
Hausbesitzer müssen für Gebäudeversicherung nicht tiefer in die Tasche greifen: Immobilien am Ufer des Zürichsees.
Keystone

Der gesunde Finanzhaushalt erlaube es, auch grosse Schäden bei Naturereignissen und Feuer zu bewältigen, teilte die Gebäudeversicherung Kanton Zürich (GVZ) heute Donnerstag mit. Deshalb blieben die Prämien gleich teuer.

Die Prämie für 2012 setzt sich aus der Versicherungsprämie von 22 Rappen und der Brandschutzabgabe von 10 Rappen pro 1000 Franken zusammen. Für ein Einfamilienhaus mit einem Versicherungswert von 500'000 Franken beläuft sich die Jahresprämie auf 160 Franken, wie es in der Mitteilung heisst. Mit 0,32 Promille habe der Kanton Zürich die tiefste Gebäudeversicherungsprämie der Schweiz.

Die Versicherungsprämie gewährleistet die Neuwertdeckung der Gebäude bei Feuer- und Elementarschäden sowie die Finanzierung der limitierten Erdbebendeckung. Für die Erdbebenversicherung werde wiederum auf einen rechtlich zulässigen Zuschlag von 0,05 Promille zur ordentlichen Prämie verzichtet, schreibt die GVZ.

Die Brandschutzabgabe dient unter anderem der Finanzierung von präventiven Brandschutzmassnahmen. Etwa die Hälfte der Abgabe wird als Kostenanteil an Gemeinden für die Infrastruktur der Feuerwehren sowie an private und öffentliche Brandschutzmassnahmen ausgerichtet. Für Brandschäden hat die GVZ bis Ende November knapp 40 Millionen Franken bezahlt. Das entspreche in etwa dem langjährigen Mittel, heisst es in der Mitteilung.

Drei grosse Elementarereignisse

Bei den Elementarschäden wurde der Kanton Zürich im Sommer von drei grösseren Schadenereignissen betroffen: Am 7. Juli verursachte ein Hagelzug über dem südlichen Teil von Horgen rund 1550 Schadenfälle.

Am 13. Juli zog ein Unwetter mit Hagel und Sturm über den Bezirk Dietikon und streifte angrenzende Bezirke. Insgesamt wurden rund 4250 Schadenfälle registriert. Am 27. Juli schliesslich führte ein starker Regen über Rüti, Wald und Dürnten zu Überschwemmungen. Dabei gab es rund 400 Schadenfälle.

Die GVZ rechnet bei den Elementarereignissen mit einer Schadensumme von rund 30 Millionen Franken. Diese Summe liege deutlich über den Durchschnittswerten der letzten zehn Jahre, heisst es in der Mitteilung.

Starkes Polster

Trotzdem könne auf eine Prämienerhöhung verzichtet werden. Mit Reserven von über einer Milliarde Franken und Rückversicherungen könne die GVZ ihren Verpflichtungen ohne grosse Substanzverluste nachkommen.

Im nächsten Jahr rechnet die GVZ mit Prämieneinnahmen von rund 139 Millionen Franken. Zusammen mit anderen Erträgen führt dies zu einem Gesamtertrag von 161,8 Millionen Franken. Dem stehen Aufwendungen von insgesamt 157 Millionen Franken gegenüber.

SDA/jcu

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch