Zum Hauptinhalt springen

Zürich will Unternehmenssteuern senken

Wegen des Steuerstreits mit der EU kündigte bereits Genf an, seine Unternehmenssteuern zu senken. Nun will Zürich nachziehen.

Eine Senkung der Unternehmenssteuern würde Kanton und Gemeinden insgesamt 850 Millionen Franken kosten: Regierungsrätin Ursula Gut-Winterberger.
Eine Senkung der Unternehmenssteuern würde Kanton und Gemeinden insgesamt 850 Millionen Franken kosten: Regierungsrätin Ursula Gut-Winterberger.
Keystone

Der Steuerstreit mit der EU könnte dazu führen, dass die steuerliche Sonderbehandlung von Holdinggesellschaften ohne Geschäftstätigkeit in der Schweiz sowie von Domizil- und gemischten Gesellschaften abgeschafft wird. Um die Firmen aber nicht ans Ausland oder an andere Kantone zu verlieren, kündigte die Kantonsregierung von Genf letzte Woche an, dass sie die Unternehmenssteuern allgemein senken wolle. Nun will auch Zürich nachziehen, wie die NZZ heute berichtet.

Regierungsrätin Ursula Gut-Winterberger (FDP) gibt gegenüber der Zeitung an, dass sich die Kantonsregierung schon länger mit dem Thema befasse. Sollte die steuerliche Sonderbehandlung für Spezialgesellschaften wegfallen, müsse Zürich die Unternehmenssteuern ebenfalls deutlich senken. Gut-Winterberger geht davon aus, dass der Steuersatz in der Stadt Zürich auf zwischen 14 und 16 Prozent festgesetzt werden könnte. Heute liegt er bei brutto 26,9 Prozent. Eine Vorlage dazu soll im nächsten Jahr präsentiert werden.

850 Millionen Franken weniger Einnahmen

Die Finanzdirektorin geht davon aus, dass dem Kanton dadurch rund 350 Millionen Franken an Einnahmen fehlen. Noch härter trifft es die Gemeinden. Dort rechnet Gut-Winterberger mit Ausfällen von 500 Millionen Franken. Zürich müsste davon alleine 350 Millionen tragen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch