Zum Hauptinhalt springen

Zürichs geheime Spitzel

45'600 Franken für 90 Personen. So viel bezahlte die Stapo 2017 für Informanten. Zum Beispiel Dragan Petrovic*. Der Fall zeigt aber exemplarisch, wo die Probleme liegen.

Kapo-Hauptsitz in Zürich: Der Einsatz von Informanten wirft heikle rechtliche Fragen auf. Die sogenannten Quellen selber gehen ein beträchtliches Risiko ein. Foto: Dominique Meienberg
Kapo-Hauptsitz in Zürich: Der Einsatz von Informanten wirft heikle rechtliche Fragen auf. Die sogenannten Quellen selber gehen ein beträchtliches Risiko ein. Foto: Dominique Meienberg

Das Leben von Dragan Petrovic* veränderte sich am 22. August 2011 auf der Autobahnraststätte Kemptthal. Der heute 47-jährige Serbe trinkt gerade einen Kaffee, als ein Mann herantritt und sich als leitender Chef der Fahndungsabteilung der Kantonspolizei vorstellt. Der Polizist erzählt, er hätte ihn in der Dandy Bar in Winter­thur-Töss beobachtet. Dort würden viele Kriminelle verkehren. Petrovic hingegen sei nicht vorbestraft und spreche Albanisch, Serbisch sowie Deutsch. Deshalb würde er sich eignen, um in Winterthur «aufzuräumen».

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.