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ZVV will deutlich mehr Geld von den Passagieren

Gleich um drei Prozent sollen die ZVV-Tickets aufschlagen. Dafür werden etwa Rabatte für Junioren gestrichen, und die Schifffahrt auf dem Zürichsee schlägt markant auf.

Der Bund will mehr Geld für die Benutzung der Schienen: S-Bahn in Stadelhofen.
Der Bund will mehr Geld für die Benutzung der Schienen: S-Bahn in Stadelhofen.
Keystone

Mit teils markanten Änderungen will der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) zusätzliche Millionen an Einnahmen generieren. Ende Jahr sollen die Tarife deshalb um durchschnittlich drei Prozent steigen. Dazu werden nicht nur Einzelbillette und Multikarten, sondern auch Jahresabos und 9-Uhr-Pässe teurer.

Keine Freude dürften Familien haben: Für Junioren fallen Rabatte auf Mehrfahrten- und Tageswahlkarten neu ganz weg. Und wer einen Ausflug auf dem Zürichsee plant, muss künftig pro Ticket fünf Franken draufzahlen. Keinen Zuschlag zahlen müssen Kinder bis sechs Jahre sowie Familien, die mit Kinder- oder Enkelkarten reisen. Für Pendlerinnen und Pendler soll der ZSG-Schiffszuschlag als persönliche Monats- und Jahreszuschlagskarte angeboten werden, wie es in einer Mitteilung heisst.

Drei Hauptgründe

Gründe für die deutliche Preissteigerung nennt der ZVV mehrere. Einerseits seien die Angebote so umfangreich ausgebaut worden wie nie zuvor in der Geschichte des Verkehrsverbundes. Andererseits habe der Bund die Preise für die Benutzung der Eisenbahninfrastruktur so erhöht, dass sie den ZVV ab 2017 zusätzlich sechs Millionen Franken kosten. Und zu guter Letzt müsse man einen Beitrag an das Sparprogramm des Kantons leisten. Dieser will in den kommenden vier Jahren insgesamt 1,8 Milliarden Franken sparen.

Vor dem Entscheid von Verkehrs- und Regierungsrat über die Tarifanpassungen können sich die Gemeinden, Verkehrsunternehmen und regionalen Verkehrskonferenzen zu den geplanten Änderungen äussern. Die Vernehmlassung dauert bis zum 17. Juni 2016.

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