Zwei Gepard-Kater für die alte Dame

Frischer Wind in der Gepardanlage von Knies Kinderzoo: Zwei Halbbrüder sind eingezogen.

Eleganz pur: Die beiden Südlichen Geparden fühlen sich pudelwohl in ihrer neuen Anlage.

Eleganz pur: Die beiden Südlichen Geparden fühlen sich pudelwohl in ihrer neuen Anlage. Bild: Knies Kinderzoo

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Nun ist es vorbei mit der Einsamkeit: Kyra, die zwölf Jahre alte Gepardin in Knies Kinderzoo, hat Gesellschaft bekommen. Vor einigen Tagen sind zwei Halbbrüder eingezogen, der eine zweieinhalb, der andere dreieinhalb Jahre alt. Sie haben dieselbe Mutter und wurden in einer Zuchtstation in Pretoria (Republik Südafrika) geboren. Dies berichtete heute der Kinderzoo.

Geparden sind zwar die schnellsten Landsäugetiere, gleichzeitig aber auch die Faulsten aller Grosskatzen. «Tiger oder andere aktivere Grosskatzen wären nicht so geeignet für unsere Anlage», sagt Zoodirektor Benjamin Sinniger. «Für Geparden aber ist sie ideal.»

Per Flugzeug in die Schweiz

Das sehen auch die Neuankömmlinge so. Sie fühlen sich offenbar pudelwohl. In die Schweiz kamen sie per Flugzeug bereits am 8. März, danach verbrachten sie drei Monate in einer speziell eingerichteten Quarantänestation im Natur- und Tierpark Goldau.

Der Bestand der Südlichen Geparden gilt als gefährdet. Dies ist Folge der zunehmenden Landschaftszersiedlung in ihren Herkunftsländern. Auch stellen ihnen Wilderer oder Farmbesitzer nach. Letztere fürchten um ihre Haustiere. Zoo-Geparden stammen seit längerer Zeit nicht mehr aus Wildfängen.

Gibt es bald Junge?

Wie reagiert Kyra auf die Neuankömmlinge? «Neugierig und locker», sagt Sinniger. Allerdings haben die alte Dame und die beiden Kater bisher keinen direkten Kontakt, das Gehege ist unterteilbar. Doch wenn sie dann zusammenkommen können? Gibt es dann bald kleine Geparden in Rapperswil?

Der Zoodirektor winkt ab: «In dieser Konstellation nicht.» Es wäre unverantwortlich, mit einem 12-jährigen Weibchen Nachwuchs zu züchten. Ein Zoo kann ohnehin nicht nach Belieben Jungtiere zulassen. Dazu braucht es eine offizielle Zuchtgenehmigung.

Wer in Knies Kinderzoo nicht nur prächtige junge Burschen, sondern auch Babys sehen möchte, kann das bei den Trampeltieren. In der Nacht auf den 20. Juni wurde dort ein weibliches Jungtier geboren. Im Januar dieses Jahres gab es zudem Nachwuchs bei den Giraffen, Mitte April kamen fünf junge Erdmännchen auf die Welt.

Erstellt: 25.06.2019, 13:17 Uhr

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