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Richterswil widersetzt sich kantonalen Plänen

Die Gemeinde weigert sich, ihren Klärschlamm in Zürich zu verbrennen.

Von Bettina Ledergerber Richterswil – Der Gemeinderat Richterswil stemmt sich gegen den kantonalen Fahrplan. Ein Gesuch um eine Ausnahmegenehmigung an die Zürcher Baudirektion ist in Vorbereitung. Ab 2015 soll sämtlicher Klärschlamm aus dem Kanton in einer zentralen Verwertungsanlage im Stadtzürcher Werdhölzli verarbeitet werden. Die zwölf Gemeinden im Bezirk Horgen sind insofern betroffen, als sie ihren Klärschlamm ab 2015 nach Zürich transportieren lassen müssen. Bis anhin haben sie ihren in den ARA getrockneten Schlamm in die Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) in Horgen gebracht. Voraussichtlich im Jahr 2018 soll sie wegen Überkapazitäten stillgelegt werden. «Unsinnige Lösung» Der Richterswiler Gemeinderat stimmt zwar einer zentralen Entsorgung grundsätzlich zu, er verlangt aber eine Übergangsphase, in der der Klärschlamm bis zur Stilllegung der Anlage nach Horgen gebracht wird. Die Behörde habe Bedenken wegen des weiten Wegs, sagt Gemeindeschreiber Roger Nauer. Werkvorstand Jörg Hottinger (SVP) sagt: «Wenn alle Zweckverbandsgemeinden für die Zürcher Lösung sind, werden wir auch mitmachen.» Selbst die KVA Horgen würde sich gegen das Richterswiler Ausnahmegesuch wehren. «Wir unterstützen keine unsinnige Lösung», sagt Geschäftsführer Werner Gut. Die projektierte kantonale Verbrennung bringe einen ökologischen und ökonomischen Vorteil. «Zudem würde die Zentralisierung der Klärschlammverwertung uns entlasten.»Thalwil und Adliswil haben dem kantonalen Plan zugestimmt.

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