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Rosa Parks sagt Nein

Ein Bilderbuch zeigt ein Kapitel amerikanischer Zivilcourage und seine Folgen.

Jugendbuch Ein alter Bus steht im Henry-Ford-Museum in Detroit, stumm &endash bis ihn ein alter Mann zum Sprechen bringt. Bens Grossvater setzt sich mit seinem Enkel in das Gefährt und erzählt von einem Erlebnis aus seiner Jugend, das zu einem Stück amerikanischer Bürgerrechtsgeschichte werden sollte. Er war dabei, als Rosa Parks eines Tages einfach sitzen blieb, obwohl der Busfahrer brüllte: «Alle Neger müssen aufstehen und ihre Plätze für die Weissen freimachen!» Alle anderen gehorchten, auch Bens Grossvater, doch Rosa Parks liess sich nicht vertreiben, bis sie von der Polizei abgeführt wurde. Das war 1955. Martin Luther King setzte sich für die mutige Frau ein, und ein Jahr später erklärte der Oberste Gerichtshof der USA die Rassentrennung in öffentlichen Verkehrsmitteln für gesetzeswidrig. Auf dem letzten Bild des eindrücklichen Buchs sehen wir Grossvater und Enkel gemütlich im Café sitzen; der Junge löffelt ein Eis, der Grossvater liest die Zeitung, aus der ihm Barack Obama entgegenschaut. Ohne die Zivilcourage von mutigen Einzelnen wie Rosa Parks wäre dieses Bild nie Realität geworden. (loe) Fabrizio Silei (Text) / Maurizio A. C. Quarello (Illustration): Der Bus von Rosa Parks. Aus dem Italienischen von Sarah Pasquay. Jacoby & Stuart, Berlin 2011. 40 S., ca. 22 Fr. (ab 10 Jahren). Edward Hopper stand Pate bei den Bildern, die ein Stück amerikanische Geschichte erzählen. Illustration: Maurizio A. C. Quarello

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