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Rudolf Strahm Die Probleme der Personenfreizügigkeit, TA vom 12. 4.

Rudolf Strahm Die Probleme der Personenfreizügigkeit, TA vom 12. 4. Unehrlich dargestellt. Eigentlich beruhigend, wenn selbst ein Linker langsam spürt, dass es mit der Personenfreizügigkeit so nicht weitergehen kann. Die bevorstehende volle Öffnung der acht EU-Ostländer und damit auch der Familiennachzug werden tatsächlich die bestehenden negativen Auswirkungen auf die Schweiz und ihre Einwohner exorbitant verstärken. Das Gedränge wird überall zunehmen: besonders auf dem Wohnungsmarkt, in den Schulen, in den Zügen und auf den Strassen, in Spitälern und garantiert auch in den Sozialämtern (Selbstbedienung wird zum Schlagwort, denn arbeiten lohnt sich auch in der Schweiz nicht mehr). Auch der «Einbruchmarkt» («Verbrechermarkt») wird um einen Quantensprung wachsen. Resultat: Der Bürger wird noch mehr verunsichert durch die weiter ansteigende unkontrollierbare Zuwanderung. Dass Ex-Preisüberwacher Rudolf Strahm zwar die gesellschaftlichen Probleme erkennt, ist lobenswert. Dass er im Gleichschritt die Probleme dem Gewerbe beziehungsweise der SVP zuschiebt und gleichzeitig verschweigt, dass die Linken seinerzeit die Personenfreizügigkeit gefordert haben, ist einseitig, ja unehrlich dargestellt. Dies mag der Hauptgrund sein, warum er jetzt behauptet, die Freizügigkeitsabkommen könnten nicht gekündigt werden. Vor der Abstimmung wurde der Stimmbürger von den Behörden jedoch gegenteilig informiert. Die von Rudolf Strahm aufgeführten Lösungen gipfeln im Wesentlichen in einer verstärkten Kontrolle respektive Umsetzung der bestehenden Erlasse, auch im Bundesamt für Migration. Allerdings kann ich mir eine entsprechende Verbesserung bei den vielen Gutmenschen in unseren Ämtern nicht vorstellen. Zudem hat die Sozialindustrie in unserem Land in den letzten Jahren einen solchen Aufschwung erhalten, dass die Nutzniesser (inkl. Anwälte, Ärzte, Psychologen, Dolmetscher) jeden Sozialabbau sofort im Keim ersticken. In einem Punkt gebe ich Rudolf Strahm recht: Jene, die die Personenfreizügigkeit in den Himmel loben und behaupten, ohne sie stehe die Schweiz still, sollten sich endlich Gedanken über die Folgekosten machen, die ausgerechnet jene zu tragen haben, die unter der unkontrollierten Einwanderung ohnehin am meisten zu leiden haben. Karl Meier-Zoller, Effretikon «Vor derAbstimmung wurde der Stimmbürger von den Behörden gegenteilig informiert.»

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