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Rügen, Deutschlands grösste Insel

Grüne Alleen und weisse Felsen

Wer kennt nicht Caspar David Friedrichs Gemälde «Kreidefelsen auf Rügen»? Das Bild, das im Museum Oskar Reinhart in Winterthur hängt, zeigt das Wahrzeichen von Deutschlands grösster Insel. Die romantische Steilküste ist aber nicht das Einzige, was sie zu bieten hat.

Auch auf Rügen sind die alten Ostseebäder in den letzten Jahren restauriert und herausgeputzt worden. Binz, der bekannteste der traditionellen Badeorte, hat eine 370 Meter lange Seebrücke, wo die Ausflugsschiffe anlegen.

Rund drei Kilometer entfernt liegt eine gigantische Ferienanlage, welche die «NS-Gemeinschaft Kraft durch Freude» zwischen 1936 und 1939 errichtete: Das Seebad Prora, eine siebenstöckige Gebäudezeile von 4,5 Kilometer Länge, sollte 20 000 Gästen Platz bieten. Der Kriegsbeginn stoppte aber das Projekt. Die Bauruine, die zu DDR-Zeiten vom Militär genutzt wurden, steht teilweise unter Denkmalschutz und enthält ein interessantes Dokumentationszentrum (www.dokumentationszentrum-prora.de).

Unzählige Alleen verbinden die Orte auf Rügen miteinander. Die meisten der Berg- und Spitzahornbäume, Eschen und Krimlinden sind sehr alt - und sterben langsam ab. Zwar werden neue Bäume gepflanzt, doch es gibt empfindliche Lücken in den «grünen Tunneln». Keine Augenweide sind auch die Schutzplanken, die wegen der Unfallgefahr viele Alleen säumen.

Hauptattraktion von Rügen ist aber der Nationalpark Jasmund bei Sassnitz (www.nationalpark-jasmund.de). Ein rund drei Kilometer langer Weg führt vom Parkplatz zum Königsstuhl, einem 118 Meter über Meer liegenden, vorgeschobenen Kreidefelsen, der einen atemberaubenden Blick auf die Ostsee eröffnet. Ein Weg mit vielen Stufen führt das Kliff hinunter zum Meer - ein lohnenswerter Abstieg. Im weichen Kreidegestein sind schwarze Feuersteine eingelagert; in der Steinzeit ein begehrter Rohstoff zur Herstellung von Geräten und Waffen. Stefan Hohler

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