Zum Hauptinhalt springen

Santalas Hattrick und Klotens spätes Glück

Die Flyers verspielten gegen Biel nach der ersten Triplette des Finnen ein 4:2 - und gewannen am Ende doch noch 6:4.

Die Klotener Spieler schenkten ihrem Coach Anders Eldebrink gestern zum 49. Geburtstag drei Punkte. Darüber freute sich der Schwede natürlich, aber er war nach einem mühsam erkämpften 6:4 gegen Biel doch eher erleichtert als in Festlaune. «Wir brauchten diesmal ein bisschen Glück», sagte er hinterher. «Nach dem guten Spiel am Samstag in Genf hatten die Spieler nicht die richtige Einstellung.» Nach nur 23 Sekunden brachte der frühere Klotener Deny Bärtschi die Flyers mit dem ersten Torschuss 0:1 in Rückstand. Der frühere Bieler Patrick Von Gunten glich diesen zwar mit dem 1:1 (3.) in doppelter Überzahl rasch wieder aus. Trotzdem sah sich Eldebrink in der 9. Minute genötigt, sein Timeout zu nehmen, um das Team aufzurütteln, das sein Spiel gegen die aufsässigen Seeländer überhaupt nicht entfalten konnte. Und er bewirkte damit zumindest resultatmässig die erhoffte Besserung - und beflügelte vor allem Tommi Santala.

«Wichtig fürs Selbstvertrauen»

Bis zur 48. Minute komplettierte der Finne - unterbrochen von einem Gegentreffer des Bielers Gloor - seinen ersten Hattrick in der Schweiz und führte Kloten mit dem Zwischenresultat von 4:2 zum scheinbar sicheren Sieg. «Es ist mein Job, Tore zu schiessen», sagte Santala hinterher, nachdem er dies zuvor 11 Spiele lang nicht getan hatte. Sein Coach erhofft sich, dass damit eine Blockade gelöst wurde. «Das war wichtig für Santalas Selbstvertrauen», sagte Eldebrink. Nach Kimmo Rintanens Doublette in Genf hat damit auch der zweite designierte Klotener Skorer seine lange Durststrecke endlich überwunden. «Ich hatte deswegen keine Krise», sagte Santala. «Wichtig ist schliesslich, dass wir gewinnen.» Und dafür genügten seine drei Tore gestern noch nicht. Denn die Bieler kamen durch Treffer von Richard Jackman (52.) und dem letztjährigen Flyers-Kanadier Curtis Brown (55.) nochmals auf 4:4 heran. Für das Klotener Happyend sorgte erst Verteidiger J.D. Forrest, der den Puck in der 59. Minute via einen Bieler irgendwie zum 5:4 an Goalie Pascal Caminada vorbei brachte - Santala hatte diesmal die Vorarbeit geleistet. Es war der vierte Klotener Überzahl-Treffer des Abends, den Frédéric Rothen schliesslich mit dem 6:4 ins leere Tor resultatmässig abschloss.

«Das Powerplay war gut», stellte Eldebrink mit trockenem schwedischem Humor fest. Er wusste auch, dass sonst längst nicht alles gut gewesen war. «Für euch Journalisten ist Biel ein einfacher Gegner. Aber für die Spieler ein schwieriger, denn alle erwarten von uns, dass wir sie schlagen.» Das ist den Klotenern nun seit dem Bieler Aufstieg 2008 im siebten Spiel zum siebten Mal gelungen. Um ihre jüngste Mini-Serie von zwei Siegen heute in Ambri zu verlängern, muss sich das Team dennoch steigern. Benjamin Muschg, Kloten Der zweite Streich von Hattrickschütze Tommi Santala: Gegen Jackman und Goalie Caminada erzielt er das 3:1. Foto: Werner Schärer (EQ)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch