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SBB und Kanton machen vorwärts mit Gateway

Dietikon – Der Bedarf an einem zusätzlichen Container-Umladebahnhof sei klar ausgewiesen, erklärten gestern Renato Fasciati von SBB Cargo und Regierungsrat Ernst Stocker (SVP) einer Behördendelegation. Der Gateway Limmattal soll deshalb möglichst schnell realisiert werden. Als Standort hat sich SBB Cargo auf den östlichen Teil des bestehenden Rangierbahnhofs Limmattal festgelegt. Bei dieser Variante ist der zusätzliche Landbedarf geringer, die Anlage wird zu neunzig Prozent auf SBB-Areal liegen. Noch im Sommer schien die Realisierung des Gateways aus finanziellen Gründen auf unbestimmte Zeit aufgeschoben zu sein. Der Bund wollte für Infrastrukturvorhaben der SBB weniger Geld zur Verfügung stellen als gefordert, und der Kanton war nicht bereitet, zusätzliche Kosten zu übernehmen. Nun sollen National- und Ständerat im Rahmen der Leistungsvereinbarung 2011/12 noch dieses Jahr über einen Projektierungskredit befinden. Der Containerterminal kostet zwischen 100 und 200 Millionen Franken. Laut neusten Studien zeichnet sich in den nächsten zwanzig Jahren eine Verdreifachung der im kombinierten Verkehr (Zug/Strasse) transportieren Güter ab. Laut Stocker hat der bestehende Terminal in Niederglatt bereits seine Kapazitätsgrenzen erreicht. Zudem musste der Gateway beim Güterbahnhof Zürich der Durchmesserlinie weichen. Die Limmattaler Gemeinden wehren sich vehement gegen den Gateway, von dem sie mehr Lärm und Verkehr befürchten. Es wurde nun versichert, dass die nächsten Planungsschritte unter engem Einbezug der Kantone Zürich und Aargau sowie der Standortgemeinden Dietikon und Spreitenbach vollzogen werden. Die öffentliche Auflage ist für 2012 geplant, der Gateway soll 2015 in Betrieb gehen. (net)

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