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Schafft die Hausaufgaben ab!

Förderkurse für Kinder aus benachteiligten Familien sind nett gemeint. Viel effektiver aber wäre es, wenn Schülerinnen und Schüler nicht mehr daheim arbeiten müssten.

«Wie machen das Eltern, die nicht so privilegiert sind?» Diese Frage stellte sich die Primarlehrerin und Erziehungswissenschaftlerin Gabriella Sontheim, als sie ihrer Tochter half, sich für die Gymiprüfung vorzubereiten und die Probezeit zu bestehen. Ja, dachte ich beim Lesen des TA-Artikels «Aufwind für benachteiligte Kinder», das kenne ich bestens. Ich habe mir dieselbe Frage vor der Gymiprüfung und während der Probezeit meiner Kinder oft gestellt.

Gabriella Sontheim hat darauf das Projekt «Fit für die Sek» ins Leben gerufen. Dort bereiten sich Kinder aus benachteiligten Familien auf die Sek vor. Chancengleichheit nennt sich das. Ein löbliches Projekt, wie so viele Förderkurse – aber nicht mehr als ein Pflästerli. Denn machen wir uns nichts vor. Kurse können die Defizite von Jahren zwar teilweise auffangen. Aber: Wenn die Kinder den erhofften Sprung auf ein höheres Schulniveau geschafft haben, wer hilft ihnen dann bei den Aufgaben? Wie sollen Eltern, die schon den Sek-B-Stoff nicht beherrschen, bei Sek-A- oder Gymi-Aufgaben gute Tipps geben?

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