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Schnellfahrer vor Bundesgericht

Wegen eines gefährlichen Überholmanövers in Zumikon wurde ein junger Lenker vom Bezirksgericht Meilen verurteilt. Zu Recht, wie das Bundesgericht sagt.

Von Frank Speidel Zumikon – Glück hatte, wer diesen beiden nicht in die Quere kam: An einem lauen Sommerabend im August 2007 fuhren zwei junge Schweizer mit ihren Autos auf die Itschnacher Kreuzung in Zumikon zu. Mit rund 80 km/h näherten sie sich der Ampel. Wegen ihrer rasanten Fahrweise fielen sie einer Patrouille der Gemeindepolizei auf. Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf und beobachteten, wie der spätere Angeklagte seinem Rennpartner dicht auffuhr und ihn mit rund 70 km/h vor einer unübersichtlichen Kurve überholte. Wegen einfacher und grober Verkehrsdelikte wurde der Mann am Bezirksgericht Meilen zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 30 Franken sowie einer Busse von 500 Franken verurteilt. Dieser zog den Fall weiter ans Obergericht, welches das Urteil des Meilemer Gerichts bestätigte. Weil er das Urteil nicht akzeptieren wollte, musste sich nun auch das Bundesgericht mit dem Fall auseinandersetzen. Doch auch bei der höchsten Instanz hatte er keinen Erfolg. Sie lehnte seine Beschwerde ab. Vor Bundesgericht machte der Verteidiger Behördenwillkür geltend. Die Vorwürfe basierten einzig auf der Wahrnehmung zweier Polizisten, kritisierte er. Der Abstand zwischen den Autos sei stets genügend gross gewesen. Davon liessen sich die Bundesrichter nicht überzeugen. In Kurven, halten sie im Urteil fest, müsse der Abstand besonders gross sein.

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