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Schönenberg sucht einen neuen Präsidenten

Alfons Schuler tritt als Gemeindepräsident von Schönenberg zurück. Er gibt gesundheitliche Gründe an.

Von Elio Stamm Schönenberg &endash Der Aufgabenberg im Gemeinderat von Schönenberg ist enorm gross, aber diejenigen, die ihn abtragen sollen, werden immer weniger. Am Dienstag hat Gemeindepräsident Alfons Schuler (parteilos) beim Bezirksrat Horgen seinen Rücktritt eingereicht, wie der Gemeinderat gestern in einer Mitteilung bekannt gegeben hat. Schuler ist noch keine zwei Jahre im Amt und begründet den Rücktritt als Gemeindepräsident mit gesundheitlichen Problemen. Ob die gesundheitlichen Gründe Schulers mit der starken Kritik zusammenhängen, denen der Schönenberger Gemeinderat zuletzt im Zusammenhang mit dem Chaos auf der Verwaltung oder dem Bau der Sporthalle Kalchtaren ausgesetzt war, ist unklar. Er war gestern nicht zu erreichen für eine Stellungnahme. Schulers Rücktritt wird erst amtlich, wenn der Bezirksrat diesen akzeptiert. Laut Bezirksratspräsident Armin Steinmann (SVP) ist das aber wahrscheinlich: «Die Gesundheit zählt neben einem Wohnortwechsel zu den Gründen, die wir akzeptieren müssen.» Der Bezirksrat habe aber noch nicht entschieden. Zuerst müsse der Schönenberger Gemeinderat noch Stellung dazu nehmen. Schilling übernimmt temporär Mit Schulers Rücktritt besteht der Schönenberger Gemeinderat vorderhand nur noch aus fünf Mitgliedern. Vakant ist auch der Posten des Schulpräsidenten &endash Amtsinhaber Bruno Kuhn ist kürzlich verstorben. Deshalb soll nun möglichst rasch eine Ersatzwahl für beide Ämter stattfinden. Ursprünglich war geplant, den neuen Schulpräsidenten erst im März am nächsten offiziellen Abstimmungstermin zu wählen. «Nun peilen wir den Januar an», sagt Hochbauvorstand Willi Schilling (FDP), der erst seit diesem Februar im Gemeinderat sitzt. Schilling übernimmt in der Übergangszeit auch die Geschäfte des Gemeindepräsidenten. «Als Pensionierter habe ich mehr Zeit als meine Kollegen, aber es wird happig», sagt der 66-Jährige, der interimistisch bereits das Schulpräsidium führt. Erfahrener Schreiber Am Dienstag, am Tag als Schuler seinen Rücktritt einreichte, traf sich der Schönenberger Gemeinderat auch mit dem Bezirksrat zu einem ausführlichen Gespräch, um die aktuell schwierige Situation von Behörde und Verwaltung zu erläutern. Dabei konnte die Schönenberger Exekutive etwas Erfreuliches berichten. Für den Posten des Gemeindeschreibers, den die letzten beiden Inhaber während der Probezeit gekündigt hatten, wurde interimistisch ein Ersatz gefunden. Ernst Bühler aus Hinwil steht ab sofort in einem 60-Prozent-Pensum zur Verfügung. Bühler ist laut Schilling ein «ruhiger, kompetenter Zeitgenosse mit 21 Jahren Erfahrung als Schreiber». Bühler hat die schwierige Aufgabe, gemeinsam mit dem dezimierten Gemeinderat die Verwaltung zur Ruhe zu bringen und klarer zu organisieren. Sowohl bei den Zuständigkeiten als auch bei den Abläufen gebe es erheblichen Verbesserungsbedarf, teilte der Bezirksrat noch Anfang Woche mit. A. Schuler.

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