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Schönere Hauptstrasse für Fehraltorf

Der Gemeinderat Fehraltorf informierte die Bevölkerung über die Sanierung der Kempttalstrasse. Mit dem Projekt möchte er die Sicherheit erhöhen und das Dorfbild aufwerten.

Fehraltorf - Die Sanierung der Kempttalstrasse in Fehraltorf sorgte am Mittwochabend an einer Einwohnerinformation des Gemeinderates für an- geregte Diskussionen. Die Kempttalstrasse, welche täglich von rund 20 000 Fahrzeugen benutzt wird, gehört dem Kanton und muss saniert werden. Nun plant der Gemeinderat, gleichzeitig die Hauptstrasse mit Bäumen, Einbuchtungen und Pflastersteinen zu verschönern. Gemeindepräsident Wilfried Ott (SVP) will einerseits die Sicherheit für Kinder, ältere Leute und Velofahrer erhöhen und andererseits den Verkehr entschleunigen und den Lärm reduzieren. An der Kreuzung der Russiker- und Kempttalstrasse ist ein Kreisel geplant, denn heute ist das Linksabbiegen von der Russikerstrasse Richtung Pfäffikon schwierig. Viele weichen deshalb auf Quartierstrassen aus. «Wir erhoffen uns durch den Kreisel eine Beruhigung des Verkehrs und zu Hauptverkehrszeiten weniger Rückstau», sagt Ott. Dazu müssen aber die Grünfläche und der Brunnen verschoben werden.

Auch die Situation für die Velofahrer beim Dorfausgang in Richtung Pfäffikon soll verbessert werden: An der Stelle, wo sie die Strasse überqueren, um auf den Veloweg zu gelangen, erhalten sie eine Art Insel inmitten der Strasse. Einen Fahrradstreifen durchs ganze Dorf wird es aber auch in Zukunft nicht geben, weil dafür kein Platz vorhanden ist. «Um sicher unterwegs zu sein, sollten sich die Dorfbewohner mit ihren Fahrrädern auf den Nebenstrassen bewegen», sagt Ott.

An verschiedenen Stellen (dunkle Flächen der Grafik) wird das Trottoir angepasst und gepflastert, Bäume werden gepflanzt und Fussgängerstreifen mit einer Verkehrsinsel ergänzt. Die Bäckerei Steiner muss künftig auf zwei Parkplätze verzichten. «Damit schaffen wir mehr Platz für die Fussgänger», sagt Ott. Mehrere Einbuchtungen bewirken eine Temporeduktion.

Das Lichtsignal im Bereich Usterstrasse soll abgeschafft und durch einen Fussgängerstreifen ersetzt werden. Dagegen protestierten einige Anwohner, denn für die Kindergärtler wäre ein Lichtsignal sicherer als ein Zebrastreifen. Ott versprach, die Lichtsignalproblematik nochmals zu besprechen. Das Signal beim Gemeindehaus bleibt wegen der Kinder bestehen, könnte aber theoretisch weggelassen werden, sagt Ott.

Nicht weniger Verkehr

Der Gemeindepräsident wiederholte mehrmals, dass die Bevölkerung stolz sein könne auf ihr neues Dorfbild. «Durch die Umgestaltung werden wir aber nicht weniger Verkehr haben, das wäre Schönfärberei», räumt Ott ein. Einige Zuhörer liessen verlauten, dass das Projekt optisch schön, aber nicht praktisch sei. Es werde wegen der Versätze mehr Probleme bei der Schneeräumung geben. «Ich finde es sehr bedauernswert, dass es immer noch keinen Fahrradstreifen geben wird, denn die Velofahrer gefährden so auch die Fussgänger auf dem Trottoir», sagt Reto Trachsler, ein Anwohner der Kempttalstrasse. Zudem würden die Autofahrer tagsüber nicht rasen, denn es habe immer viel Verkehr. Nur nachts seien ab und zu Raser unterwegs. Einem anderen Anwohner der Kempttalstrasse hingegen gefällt das Projekt. «Ich bin einverstanden mit dieser Variante und ziehe sie gegenüber der reinen Sanierung vor.»

Das meiste zahlt der Kanton

Die Kosten für die Sanierung und Umgestaltung der Kempttalstrasse belaufen sich auf 4,7 Millionen Franken. Der Kanton übernimmt rund 3,4 Millionen, die Gemeinde den Restbetrag von 1,3 Millionen Franken. Der Kreisel kostet den Kanton eine Million und die Gemeinde 338 000 Franken. Über die beiden Anträge wird an der Gemeindeversammlung vom 7. Juni abgestimmt. Der Baubeginn für den Kreisel ist auf Frühling 2011 geplant. «Den Verkehr werden wir dann grossräumig umleiten müssen. Nach dem Kreisel wird die Strasse saniert. Wir planen ein Einbahnsystem, sodass Fehraltorf immer einseitig erreichbar ist», sagt Bausekretär Stefan Mathys. Werden die Vorlagen abgelehnt, wird der Kanton die Strasse trotzdem sanieren. Die Massnahmen zur Verschönerung fallen dann weg, und die Gemeinde zahlt nichts.

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