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Schule Richterswil bestreitet Missstände im Hort

Überlastetes Personal und Missachtung von Gesetzen: Die Schulpflege liess die massiven Vorwürfe dreier Hortleiterinnen untersuchen. Und weist sie zurück. Nun befindet das Volksschulamt darüber.

Von Elio Stamm Richterswil – Morgen reicht die Schulpflege Richterswil beim Volksschulamt ihre 23-seitige Stellungnahme zur Situation in den Horten ein. Darin weist die Behörde alle Vorwürfe komplett zurück. Mitte Juni haben die Hortleiterin und zwei Teamleiterinnen von Schülerhorten beim kantonalen Volksschulamt je eine Aufsichtsbeschwerde gegen die Schulpflege eingereicht (der TA berichtete). Die Horte seien personell unterbesetzt, die kantonalen Gesetze würden nicht eingehalten und überhaupt sei ein ordentlicher Hortbetrieb und damit die Sicherheit der Kinder nicht mehr garantiert. Die Schulpflege will mit der Stellungnahme «dem Gerede im Dorf und der Unsicherheit der Eltern entgegentreten», wie Schulpräsident Markus Oertle (SP) sagt. Laut Oertle hat ein interner Sonderstab der Schulpflege die einzelnen Vorwürfe untersuchen lassen. Unter anderem zog er eine externe Beratungsstelle bei und setzte Kontrollen durch den Lebensmittelinspektor der Gemeinde an.Das Ergebnis war überall dasselbe, wie einer Medienmitteilung zu entnehmen ist: Die Horte seien nicht personell unterbesetzt – es seien 560 statt der geforderten 523 Stellenprozente vergeben. Für jedes Kind stünden in allen drei Horten mindestens die gesetzlich festgelegten vier Quadratmeter zur Verfügung. Und mit Ausnahme eines Details seien auch die Vorschriften des Lebensmittelgesetzes und der Lebensmittelhygiene nie verletzt worden. An Rügen festhalten Eine Befragung bei den Eltern im Januar 2010 habe zudem ergeben, dass sie mit den ausserfamiliären Betreuungsangeboten der Schule Richterswil zufrieden seien. So steht es in einer Mitteilung der Schulpflege. Zudem habe man das Angebot laufend ausgebaut. Erst im Sommer 2010 sei der Hort Boden eröffnet worden. Die Schulpflege bedauert, dass die Leiterinnen den Weg der Aufsichtsbeschwerde gewählt haben. Schulpräsident Oertle erklärt sich das auch mit dem rasanten Wandel im Hortbereich. Aus einem einfachen Mittagstisch sei innerhalb von 10 Jahren ein Unternehmen mit 1 Million Franken Umsatz geworden. Die Hortleiterinnen halten an ihren Vorwürfen fest. «Wir hätten kaum einen solch kräfteraubenden Weg gewählt, wenn wir nicht massive Missstände anzubringen hätten», sagt eine der drei, die momentan krankgeschrieben ist. Zudem hätten sie die Unterstützung vieler Eltern erhalten.Trotz verhärteter Fronten wollen die Parteien ihre Differenzen konstruktiv beilegen. Die Schulpflege sucht mit dem Einverständnis der Beschwerdeführerinnen einen Mediator.

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