Zum Hauptinhalt springen

Sechs Oberländer Gemeinden wollen den Fluglärm verteilen

Die Fairflug-Initiative, die im ganzen Kanton haushoch abgelehnt wurde, hätte in sechs Oberländer Gemeinden eine Chance gehabt.

Oberland. - Die von Fluglärm geplagten Gemeinden Kyburg, Lindau, Weisslingen, Wila, Wildberg und - ganz knapp - auch Sternenberg haben die Fairflug-Initiative angenommen. Am deutlichsten war die Annahme in Kyburg mit 69,7 Prozent. Die Initiative schlug vor, den Fluglärm auf alle Gebiete rund um den Flughafen zu verteilen und hätte vor allem die Oberländer Gemeinden im Osten entlastet.

Zwei Bezirke gegen IV-Finanzierung

Insbesondere das dicht besiedelte mittlere Glattal hätte aber mit einer Mehrbelastung rechnen müssen. Die Gemeinden in den Bezirken Uster und Hinwil haben die kantonale Initiative mit rund 20 Prozent Ja-Stimmen-Anteil geschlossen abgelehnt. Auch kantonsweit lag der Ja-Stimmen-Anteil bei lediglich 25 Prozent.

Die Zusatzfinanzierung für die Invalidenversicherung (IV) haben ausser Egg und Wangen-Brüttisellen alle Gemeinden im Bezirk Uster angenommen. Wie im schweizweiten Mittel lag die Zustimmung zur Verfassungsänderung bei rund 54 Prozent. Demnach wird die Mehrwertsteuer ab 2011 für sieben Jahre um 0,4 Prozent auf 8 Prozent erhöht, damit die Schuldenspirale der IV gestoppt wird und der Schuldenberg der Versicherung von 13 Milliarden Franken nicht weiter ansteigt. Die Zeit bis 2017 will die Regierung nutzen, um die Versicherung wieder auf eine solide finanzielle Basis zu stellen. In den Bezirken Pfäffikon und Hinwil wurde die Vorlage mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 46 Prozent abgelehnt. Eine Mehrheit fand sich nur in Pfäffikon, Grüningen und Rüti.

Einigkeit herrschte in allen Oberländer Gemeinden, dass sie auf die allgemeine Volksinitiative verzichten wollen. Das im Jahr 2003 eingeführte Volksrecht hatte sich in der Praxis als zu kompliziert erwiesen und war nie genutzt worden.

Stimmberechtigte Ausländer

Mit über 70 Prozent haben die Oberländer Stimmberechtigten der reformierten Landeskirche und der römisch-katholischen Körperschaft die neuen Kirchenordnungen angenommen. Neu dürfen ausländische Kirchenangehörige im Kanton Zürich bei innerkirchlichen Angelegenheiten mitstimmen. (nis)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch