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Seeuferweg: Es harzt mit den Unterschriften

Wädenswil – Die Unterschriftensammlung für die kantonale Volksinitiative, welche die Realisierung des Zürichsee-Weges gemäss kantonalem Richtplan fordert, kommt nur schleppend voran. Am letzten Samstag haben SPler in fünf Gemeinden des Bezirks gesammelt und rund 400 Unterschriften zusammenbekommen. «Das Resultat liegt unter den Erwartungen», sagt Julia Gerber Rüegg, Wädenswiler SP-Kantonsrätin und Mitglied des Initiativkomitees. Bis Mitte Dezember müssen die Initianten 6000 Unterschriften sammeln. «Das wird noch eine Knochenbüez», sagt Gerber Rüegg. Man sei vom Ziel noch weit entfernt. Dennoch gibt sich die SP-Politikerin zuversichtlich. Die Leute seien interessiert. «Sobald wir den Sachverhalt genau erklären können, steigt die Chance, dass sie unterschreiben.» Auf die Schnelle komme man hingegen nicht zu einer Unterschrift. So gelte es, immer wieder zu erklären, dass sich ein Seeuferweg realisieren lasse und die Bedürfnisse des Naturschutzes trotzdem nicht vernachlässigt werden müssen. Kantonalpartei klemmt Neben den SP-Bezirksparteien von Horgen und Meilen sind die Sektion Zürich des Verkehrs-Clubs der Schweiz, der Verband des Personals öffentlicher Dienste, die Juso des Kantons Zürich, die Fachfrauen Umwelt und der Club der autofreien Schweiz in der Trägerschaft der Initiative vertreten. Die SP-Kantonalpartei engagiert sich jedoch nicht. «Die Parteileitung sagt zwar, der Seeuferweg sei ein wichtiges Thema, gibt anderen Geschäften aber den Vorrang», sagt Gerber Rüegg. Etwa der Cleantech-Initiative, die neue Arbeitsplätze dank erneuerbarer Energien fordert, und den Kantonsratswahlen vom nächsten Frühling. Trotz der mangelnden Unterstützung durch die Kantonalpartei gibt sich Gerber Rüegg zuversichtlich. «Wir haben noch verschiedene Gelegenheiten, um Unterschriften zu sammeln.» Da das Thema Seeuferweg weite Bevölkerungskreise über die Parteigrenzen hinweg interessiere, sei es zudem nicht so schlimm, wenn die Partei nicht im Vordergrund stehe. (pag) www.seeuferweg.ch

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