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SP macht Druck mit Volksinitiative

Die Ustermer SP will ein fussgängerfreundlicheres Zentrum fast ohne Autos. Erreichen will sie dies mit einer Initiative und einem Postulat.

Uster. - Angekündigt hat die SP Uster ihre Initiative schon vor einigen Wochen. Die Sektionsversammlung hat nun beschlossen, dass ab Mitte Oktober Unterschriften für die Initiative «Für ein Fussgängerfreundliches Zentrum» gesammelt werden sollen. Die SP will laut Gemeinderat Balthasar Thalmann erreichen, dass nun endlich ein neues Verkehrsregime für die Zone zwischen Bahn und Zürichstrasse, zwischen Bahnhof- und Amtsstrasse in Kraft gesetzt wird.

Wie das etwa aussehen könnte, geht aus dem Initiativtext hervor: Ein allgemeines Fahrverbot soll gelten, die Zufahrt zu Bahnhof und Post ist gewährleistet und Fahrten von Anwohnern, Zulieferern, Bussen und Taxis bleiben gestattet. Ein solches Verkehrsregime sei durchaus vorstellbar, sagt Thalmann. Seit 20 Jahren rede man darüber, dass das Zentrum fussgängerfreundlicher werden soll, gemacht worden sei hingegen wenig. Die Zeit sei reif, jetzt müsse eine Lösung her und unter dem Druck der Initiative darüber diskutiert werden, wie das Verkehrsregime in der Innenstadt auszusehen habe. Die SP wolle keine verkehrsfreie Innenstadt, aber eine fussgängerfreundliche - also eine belebte, in der sich Velofahrende und Fussgänger ungefährdet bewegen könnten. Dadurch werde der öffentliche Raum aufgewertet. Dass dabei auch Parkplätze aufgegeben werden müssen, ist Thalmann klar. «In Zentrum hat es genug Parkplätze, aber sie sind am falschen Ort», findet er. Mit einem Parkhaus könnte das Problem gelöst und Ersatz für die Jelmoli-Parkplätze geschaffen werden. Dass der Jelmoli-Parkplatz aufgehoben werden müsste, wäre wohl nicht zu vermeiden.

Postulat zum gleichen Thema

Die SP macht nicht nur mit der Initiative Druck für die Planung eines attraktiven Zentrums. Sie macht auch Vorschläge in einem Postulat. Sie fordert den Stadtrat auf, mögliche Organisations- und Finanzierungsformen für eine Trägerschaft zu prüfen, welche für die Planung des Ustermer Zentrums verantwortlich zeichnen würde. Der Stadtrat soll nun prüfen, wie eine solche Trägerschaft in Zusammenarbeit mit Investoren und Grundstückbesitzern organisiert werden könnte. Dass dies funktioniert, sei in Windisch/Brugg eindrücklich demonstriert worden. Dort wurde eine Stiftung als Trägerin der Entwicklungsplanung gegründet. Innert weniger Jahren konnten die planungsrechtlichen Grundlagen erarbeitet werden, was Investitionen in Millionenhöhe auslöste.

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