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1 Prozent für die Ärmsten: Stadtzürcher stimmen ab

Eine Initiative will, dass Zürich mehr Geld für die globale Entwicklungshilfe ausgibt. Sie ist heute erfolgreich zustande gekommen.

Genügend Unterschriften: Das Initiativkomitee beim Sammelstart auf der Zürcher Bahnhofsbrücke.
Genügend Unterschriften: Das Initiativkomitee beim Sammelstart auf der Zürcher Bahnhofsbrücke.
ZVG

Die städtische Volksinitiative «Ein Prozent gegen die globale Armut (1%-Initiative)» kommt zur Abstimmung. Die Initiative will, dass die Stadt Zürich 1 Prozent ihres Budgets für die Unterstützung «hochwirksamer Hilfswerke» reserviert. Ziel sei es, die «humanitäre Pionierrolle der Schweiz» zu verteidigen.

Im Mai startete die Stiftung für effektiven Altruismus mit dem Unterschriftensammeln – 3209 gültige Unterschriften sind das Resultat, wie die Stadt heute Mittwoch mitteilte. Für eine städtische Volksinitiative braucht es mindestens 3000. Unterstützt wurde die Stiftung von grünen und sozialdemokratischen Gemeinderäten, wie ihr Sprecher Jonas Vollmer kurz vor der Lancierung sagte.

Zürichs Pionierrolle

Beim effektiven Altruismus handelt sich sowohl um eine Philosophie als auch um eine soziale Bewegung. Deren Vertreter fragen danach, wie mit möglichst wenig Aufwand möglichst viele Leben gerettet oder verbessert werden können. Seine bedeutendste Organisation ist das Non-Profit-Unternehmen Give Well, das die Wirksamkeit von Hilfswerken misst.

Weshalb ausgerechnet die Stadt Zürich Geld für effektiven Altruismus aufwenden soll, erklärte Vollmer in einem Interview mit Redaktion Tamedia: Die Stadt sei eine der einflussreichsten Gemeinden der Schweiz und würde sich daher ideal als Trägerin einer Pionierrolle eignen. Eine nationale Initiative sei zwar wünschenswert, aber die Mittel, um dafür die nötigen Unterschriften sammeln zu können, stünden der Bewegung nicht zur Verfügung. «In Zürich gibt es bereits ein aktives Sammelteam, ausserdem kommt uns das links-grüne Milieu der Stadt entgegen.»

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