10'000 Bienen vor dem Blumenladen

Die ersten Bienenvölker sind am Schwärmen. Dies bedeutet viel Arbeit für die Bienenspezialisten von Schutz & Rettung, die im Seefeld im Einsatz sind.

Direkt beim Floristen auf dem Parkplatz. Bienenschwarm im Zürcher Seefeld. Wachtmeister Christian Meili von der Berufsfeuerwehr gibt im Interview Auskunft über den Einsatz.
Video: TA/Lorenz von Meiss

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Dienstagabend, halb fünf Uhr bei der Tramhaltestelle Feldeggstrasse im Zürcher Seefeld: Eine Bienenkönigin lässt sich an der Unterseite eines dekorativen Wurzelholztisches vor dem Blumenladen nieder, und mit ihr das ganze Volk. Die rund 10'000 Bienen bleiben nicht lange unbemerkt. Anwohner alarmieren Schutz & Rettung. Die Feuerwehrmänner sperren erst das Trottoir und schirmen dann die Bienen vom direkten Sonnenlicht ab. «Wenn die Temperatur im Inneren der Traube zu hoch wird, werden die Bienen unruhig und fliegen weiter», erklärt der Feuerwehrmann.

Die Fachleute von Schutz & Rettung hatten in der laufenden Saison schon mehr als zwei Dutzend Einsätze wegen schwärmender Bienen. Tendenz zunehmend. Bis 200 werden es Ende Jahr voraussichtlich sein. Die Bienentraube wird mit einem Pinsel in eine Kiste gestreift, von der aus die Bienen immer noch ein- und ausfliegen können. Die Kiste bleibt noch bis zur Nacht an Ort und Stelle: «Wenn es dunkel wird, gesellen sich auch die letzten Kundschafter zum Volk. Erst dann holen wir die Kiste ab.»

Nach einer Quarantänezeit von einigen Tagen wird der Stock verkauft. Für den Betrag von 10 Franken pro Kilo darf ein Imker den Schwarm von Schutz & Rettung kaufen. Etwa 10'000 Bienen wiegen ein Kilogramm. Ein gutes Geschäft für den Imker. Normalerweise bezahlt man für einen Schwarm mit 10'000 Bienen um die 300 Franken.

Ein solcher Schwarm sei ungefährlich, erklärt der Imker Marc Latzel gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet: «Die Insekten sind in diesem Moment sehr mit sich selbst beschäftigt und stellen keine Bedrohung dar. Für die Bienen ist das Schwärmen das wichtigste Ereignis ihres Lebens. Meist schwärmen sie an sonnigen Tagen am Nachmittag.»

Im Mai und Juni entwickeln die Bienen den Schwarmtrieb: Die alte Königin und ungefähr die Hälfte des Volks bilden einen Schwarm, der ausfliegt und sich einen neuen Lebensraum sucht. Die zurückgebliebenen Bienen haben eine neue Königin nachgezogen. Durch diese natürliche Teilung des Volkes vermehren sich Bienen.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 14.05.2013, 17:37 Uhr

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