10 Tipps für den fussballfreien Abend

Der heutige spielfreie Tag treibt hartgesottenen Fussballfans den Angstschweiss auf die Stirn. Dabei müssen sie keinesfalls darben: Allein in und um Zürich gibt es 10 gute WM-Alternativen.

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1. Serum statt Fansturm
Endlich mal kein Korso und keine beflaggten Fans oder Autos an der Langstrasse. Doch selbst wenn für einmal nicht König Fussball herrscht: Ruhig wird es dort mit Sicherheit trotzdem nicht. Die Band Serum tritt mit Funk, Pop und Rock im Langstars (Langstrasse 120) auf, im Bagatelle 93 (Langstrasse 93) gibts 80er-Sound und in der Elite Bar (Langstrasse 135) R&B – um nur mal drei Beispiele zu nennen.

2. Köpfler statt Kopfball
Sie haben ein Saisonabo für die über 30 öffentlichen Bäder der Stadt Zürich erstanden und hatten wegen der WM bisher noch keine Zeit, um endlich mal schwimmen zu gehen? Dann los! Die Wassertemperaturen liegen heute zwischen 20 (Limmat), 21 (See) und 24 Grad (Freibäder). Spätentschlossene können bis 20 Uhr in der Badi Utoquai oder im Freibad Seebach an der Glatttalstrasse 43 abtauchen. Die Hallenbäder City an der Sihlstrasse 71 und Oerlikon an der Wallisellenstrasse 100 sind sogar bis 22 Uhr geöffnet. Genauso wie das Wärmebad Käferberg, wo man sich im 32 Grad warmem Wasser treiben lassen kann – Blick auf die Stadt inklusive.

3. Feiern statt Fernsehen
Feiern unter freiem Himmel geht auch ohne Public Viewing – und das sogar mit Verlängerung. Heute Freitagabend startet das 43. Albanifest in Winterthur mit 95 Festwirtschaften, 50 Orchestern und Chilbibetrieb. Ab Mitternacht kann man an der Archstrasse 8 zu Deep- und Tech House abtanzen – ein ideales Mittel, um den Körper bis zum nächsten Spiel im brasilianischen Zeitmodus zu halten.

4. Lückenlos statt live
War es nun ein Foul, und stand der Stürmer tatsächlich im Offside? Wer den kalten Entzug nicht schafft, kann sich während der heutigen Spielpause in Ruhe die Partien der vergangenen Tage nochmals zu Gemüte führen und allfällige Lücken im bisherigen Spielplan füllen. Das Schweizer Radio und Fernsehen SRF bietet auf der Website die Highlights einzelner Spiele als Wiederholung an.

5. Arien statt Arjen
Es gibt noch andere Zuschauerränge als diejenigen auf dem Fussballplatz oder in den Public-Viewing-Zonen. In und um Zürich ist heute Freitagabend mächtig was los. Wie wärs beispielsweise mit «Dirty Dancing» im Theater 11 oder mit dem Mundartmusical «Tarzan» für die Kleinen im X-tra? Im Opernhaus ist Donizettis «Roberto Devereux» zu hören, im Kongresshaus sind die Beach Boys zu sehen, im Glattpark gibts Jazz am See und im Seebad Utoquai spricht also Zarathustra.

6. Kicken statt kucken
Die Grossen machens vor, jetzt haben die Kleinen Zeit zum Üben. Warum den spielfreien Abend nicht dazu nutzen, um endlich mal einen Fallrückzieher auf den Rasen zu zaubern oder mit dem Kopf den Ball ins hohe Eck zu versenken? Aber aufgepasst vor Blutgrätschen, schliesslich will man ja das nächste Spiel der Schweizer nicht verletzungsbedingt verpassen.

7. «Throne» statt Tore
Droht der Speicherplatz im Computer oder die HD des TV zu bersten, weil sich die Folgen der Lieblingsserien darin stapeln? Heute Abend ist die Gelegenheit, mal wieder in die Parallelwelten von «Game of Thrones», «Breaking Bad» oder «The Walking Dead» einzutauchen.

8. Rucksack statt Onepack
Wenn aus dem Sixpack langsam ein Onepack wird – im Volksmund auch «WM-Muskel» genannt –, dann sollte man mal wieder raus aus der Stadt und rein in die Natur. Rund um Zürich gibt es unzählige Möglichkeiten, sich nach all den Abenden vor dem TV mal wieder ausgiebig zu bewegen. Wie wäre es beispielsweise mit der Toblerwanderung am Stadtrand von Zürich von der Forch durch das Wehrenbachtobel über den Zürichberg zum Milchbuck? Oder einer Höhenwanderung vom Uetliberg zum Türlersee? Hauptsache die müden Muskeln bekommen mal wieder was zu tun.

9. Flugzeuge statt Fussbälle
Wenn man schon nicht selbst nach Brasilien reisen kann, so lässt es sich doch ein wenig davon träumen: Die Zuschauerterrasse am Flughafen Zürich ist bis 20 Uhr geöffnet. Auch vom Heliport-Grill aus kann man die Flugzeuge wunderbar beim Starten und Landen beobachten. Er befindet sich direkt am Flughafenzaun in der Nähe des Pistenkreuzes und ist heute ebenfalls bis 20 Uhr offen.

10. Letzte Runde statt Ballkunde
Ein letztes Mal mit dem Velo auf den Uetliberg ganz ohne Mühe und Gestrampel: Das ist noch bis Ende Juni möglich. Danach wird jeder Biker, der sein Rad ab Uitikon-Waldegg auf den Zürcher Hausberg karren will, mit 100 Franken gebüsst. Warum also den fussballfreien Slot nicht für einen Kurztrip mit der SZU nutzen, sich einen Drink auf der – noch – überdachten Terrasse des Uto Kulm genehmigen und dann runter vom Berg mit dem Velo? Dann aber auf den markierten Wegen. Sonst droht bereits jetzt eine Busse.

Erstellt: 27.06.2014, 15:03 Uhr

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