10'000 Dollar für Eltern, die ihr Kind Dada taufen

Das Cabaret Voltaire und das Künstlerduo Com & Com wollen bis 2016 mehrere Eltern finden, die ihr Kind Dada taufen. Den Eltern winken 10'000 Dollar.

Erstes Kind, das für Geld getauft wurde: Dada Izevbigie aus Winterthur.

Erstes Kind, das für Geld getauft wurde: Dada Izevbigie aus Winterthur. Bild: Com & Com

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Das Cabaret Voltaire und das Künstlerduo Com & Com suchen weltweit Eltern, die ihre Kinder auf den Namen Dada taufen lassen. 10'000 Dollar werden dafür bezahlt. Morgen wird das Projekt erstmals in Moskau vorgestellt.

Laut der Homepage Gugusdada.ch will das Künstlerduo einerseits «Ideen und Strategien der dadaistischen Bewegung neu aufleben» lassen. Zudem soll Kritik an der zeitgenössischen Konsumgesellschaft geübt werden.

Bereits ein Dada in Winterthur

Bereits im Jahr 2005 wurde ein Kind in Winterthur im Rahmen der Aktion Gugusdada nach der Künstlerbewegung getauft. Auf seinen Namen eröffnete man ein Konto, auf welches 10'000 Franken überwiesen wurden.

«Bis 2016 soll es weltweit fünf bis sechs Kinder geben, die im Rahmen der Aktion auf den Namen Dada getauft wurden», erklärt Johannes Hedinger von Com & Com. Diese werden alle zum 100-jährigen Jubiläum der Dada-Bewegung nach Zürich kommen.

Den Vorwurf, dass mit der Aktion Steuergelder verschwendet werden, lässt Paul Baumann, der stellvertretende Kulturdirektor der Stadt Zürich, nicht gelten: «Die Stadt übernimmt rund 300'000 Franken Mietkosten des Cabaret Voltaire, die Aktionen bezahlt die Institution aus Sponsorengeldern oder Einnahmen ihres Kaffees.»

Allerdings beantragte der Stadtrat im August 2010 rund 900'000 Franken für Veranstaltungen rund ums 100-Jahr-Jubiläum der Dada-Bewegung. Zwei Drittel davon sollen direkt ans Cabaret Voltaire gehen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 11.03.2011, 12:08 Uhr

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