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10-Jähriger vom Bus mitgeschleift

Er wollte einer Frau die Bustüre aufhalten und wurde dabei eingeklemmt. Das Fahrzeug riss den Jungen 100 Meter mit sich.

Wurde von einem VBZ-Bus 100 Meter mitgeschleift: Der 10-jährige J.T. kam mit blauen Flecken und einem Schock davon.
Wurde von einem VBZ-Bus 100 Meter mitgeschleift: Der 10-jährige J.T. kam mit blauen Flecken und einem Schock davon.
zvg

Am Freitag, 8. Februar, stieg 10-jährige J.T.* an der Haltestelle Einfangstrasse in Zürich-Affoltern aus dem Bus. Als er eine Frau auf das Fahrzeug der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) zu rennen sah, drückte er laut «20 Minuten»den Knopf und streckte seinen Fuss in die Türe, doch diese schloss sich und klemmte sein Bein ein.

Der Busfahrer habe nichts bemerkt und schleifte den Fünftklässler etwa 100 Meter die Strasse entlang. «Ein Autofahrer hat gehupt und so wahrscheinlich den Fahrer auf mein Kind aufmerksam gemacht», sagt die Mutter zu «20 Minuten». Sie wolle nun Anzeige erstatten und damit verhindern, dass so etwas noch einmal passiere.

Sie glaubt, dass der Schulthek sowie seine dicke Winterjacke den Jungen vor Schlimmerem bewahrt hätten. «Trotzdem hat er am ganzen Körper blaue Flecken erlitten, und sein Steissbein tut ihm sehr weh.»

VBZ bedauert Vorfall

Bei der Stadtpolizei Zürich hat man Kenntnis von dem Vorfall. Ermittlungen würden laufen. Die VBZ bedauern diesen Zwischenfall sehr, wie es auf Anfrage heisst: «Da Unfallursache und Unfallhergang noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen sind, gibt es derzeit keine weiteren Informationen dazu», sagt VBZ-Sprecherin Daniela Tobler. Auch könne man zu den möglichen Konsequenzen für den Fahrer keine Stellung nehmen. Die Mutter des verunfallten Jungen sei aber ordnungsgemäss vom VBZ-Schadendienst kontaktiert worden, um die nötige Unfallmeldung auszulösen.

Wie Tobler erklärt, erfolgt die Überwachung der Türen über Lichtschranken beziehungsweise einen Klemmschutz. In dem Bereich, wo die Lichtschranke installiert ist, werden alle Bewegungen und Gegenstände wahrgenommen: «Die Anlagen sind nicht veraltet und funktionieren im Normalfall einwandfrei.» Vor der Ausfahrt der Busse finden zudem täglich Türkontrollen statt. Wie es trotzdem zu dem Unfall kommen konnte, sei unklar: «Das Fahrzeug wird nun genau untersucht.»

*Name der Redaktion «20 Minuten» bekannt

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