Zum Hauptinhalt springen

12 Jahre Haft für Drogenboss

Das Zürcher Obergericht milderte die Strafe für den Chef eines dominikanischen Drogenrings, der mehr als 150 Kilogramm Kokain in Konservendosen in den Grossraum Zürich geschmuggelt hatte.

Am Montag kassierte der Bandenchef vor dem Zürcher Obergericht eine Freiheitsstrafe von 12 Jahren. Es war einer der grössten Drogenfunde der Schweiz, als die Polizei im Februar 2007 rund 311 Konservendosen beschlagnahmt hatte. Die Büchsen beinhalteten 124 Kilogramm Kokain. Weitere 87 Dosen waren bereits geleert. In ihnen waren 35 Kilogramm Kokain gelagert. Auf die vermeintlichen Bohnenbüchsen wurde die Polizei deshalb aufmerksam, weil sie nicht per Schiff importiert wurden sondern mit dem Flugzeug. Der Import von Bohnen per Flugzeug würde sich wegen der hohen Kosten wirtschaftlich gar nicht lohnen.

Am Montag stand einer der Anführer des dominikanischen Drogenringes vor dem Zürcher Obergericht. Der heute 41-jährige Kaufmann war Inhaber der Caribbean Import GmbH, welche die Dosen importierte. Im Juli 2009 war er vom Bezirksgericht bereits für schuldig befunden und zu einer Freiheitsstrafe von 14 Jahren verurteilt worden.

Der Angeklagte legte Berufung ein und wandte sich an das Obergericht – mit Erfolg. Er muss nun zwei Jahre weniger hinter Gitter, wie am Montag verkündet wurde. Das Obergericht folgte zwar im Wesentlichen dem Urteil des Bezirksgericht, orientierte sich aber an anderen grossen Drogenfällen und senkte die Strafe deshalb um zwei Jahre. Der Mann wird dafür verpflichtet, 50'000 Franken seines unrechtmässig erworbenen Vermögens an den Kanton Zürich abzuliefern.

SDA/raa

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch