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199 verletzte Passagiere bei den Zürcher Verkehrsbetrieben

Wenn ein Bus oder ein Tram plötzlich stoppt, werden die Passagiere oft gründlich durchgerüttelt. Im ersten Halbjahr kam es aber zu deutlich weniger Unfällen als zuvor.

Die VBZ freut sich über deutlich weniger Unfälle mit Tram und Bus. Haltestelle am Paradeplatz.
Die VBZ freut sich über deutlich weniger Unfälle mit Tram und Bus. Haltestelle am Paradeplatz.

Im ersten Halbjahr 2015 ist die Zahl der sogenannten Stoppunfälle um mehr als ein Drittel zurückgegangen. Im ersten Halbjahr hätten sich 70 Stoppunfälle ereignet. Im Vorjahreszeitraum seien es 112 gewesen. Das teilten die Zürcher Verkehrsbetriebe VBZ mit.

Auch die Zahl der Unfälle mit Verletzten sei deutlich tiefer als in den Jahren davor. Die Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich führen das auf ihre Präventionskampagne «sicher unterwegs» zurück.

Insgesamt hätten sich bei Unfällen mit Tram und Bus 199 Personen verletzt. Im gleichen Zeitrum im Jahr 2014 seien es 253 gewesen.

Zwei Unfälle mit tödlichem Ausgang

Wie schon im Vorjahr ereigneten sich zwei Unfälle mit tödlichem Ausgang: Im Januar stürzte eine 84-jährige Passagierin, weil eine Tramführerin eine Vollbremsung einleiten musste. Die Frau verletzte sich so schwer, dass sie einige Tage später starb.

Im April fiel eine 29-Jährige an der Haltestelle aus einem Tram. Dabei zog sie sich tödliche Kopfverletzungen zu.

Insgesamt haben die VBZ 762 «Schadenereignisse» registriert, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Statistik hervorgeht. Das sind 6 Prozent weniger als 2014.

Praktisch keine Veränderung gab es bei den Unfällen beim Ein- und Aussteigen sowie bei den «sonstigen Schadensfällen». Das sind unter anderem Manöverschäden in Depots oder Garagen oder Sachschäden bei Drittpersonen.

Die Zahl der böswilligen Beschädigungen ist dagegen von 43 auf 59 angestiegen. Die Zahl der Kollision mit anderen Fahrzeugen blieb mit 354 genau gleich hoch wie im Vorjahreszeitraum.

Mit ihrer 2013 lancierten Präventionskampagne setzen die VBZ ihre Priorität bei der Reduktion der Stoppunfälle. Das sind Unfälle, die sich ereignen, weil beispielsweise wegen eines anderen Verkehrsteilnehmers ein Notstopp eingeleitet werden muss. Unter anderem bietet die VBZ spezielle Sicherheits-Trainings an. Bereits 400 Personen haben diese absolviert.

Im ersten Halbjahr verzeichnet die Statistik 70 Stoppunfälle. Im Vorjahreszeitraum waren es 112.

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