28-jährige Frau in Tankstellenshop erstochen

In Zürich-Seebach ist eine 28-jährige Frau in einem Tankstellenshop an der Schaffhauserstrasse erstochen worden. Bis am frühen Donnerstagabend gab die Kantonspolizei keine neuen Erkenntnisse bekannt.

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Gestern Mittwochabend töteten unbekannte Täter eine 28-jährige Frau in Zürich-Seebach. Kurz nach Mitternacht sei die Meldung eingegangen, dass bei der ESSO-Tankstelle an der Schaffhauserstrasse 459 eine Frau mit schweren Verletzungen regungslos am Boden liege, wie die Stadtpolizei mitteilt. Noch bevor die Rettungskräfte vor Ort waren, ist die türkischstämmige deutsche Staatsangehörige verstorben. Aufgrund der Spuren sei nicht auszuschliessen, dass die Frau im Zusammenhang mit einem Raubüberfall oder einem Raubversuch getötet wurde, so die Stadtpolizei.

Keine neuen Erkentnisse

Am frühen Donnerstagabend teilte die Kantonspolizei mit, aus ermittlungstaktischen Gründen keine Details zur Tat bekannt zu geben. Laut der Mitteilung seien jedoch umfangreiche kriminaltechnische Untersuchungen durch die Kantonspolizei Zürich und den Wissenschaftlichen Dienst der Stadtpolizei Zürich im Gang.

Wie die Stadtpolizei gegenüber Tagesanzeiger.ch sagte, war die Frau Mitbesitzerin der Tankstelle und arbeitete zur Tatzeit dort. Das Opfer ist Mutter von zwei Kindern. Im Zuge der ersten Ermittlungen habe die Polizei mehrere Personen zur routinemässigen Befragung auf die Polizeiwache mitgenommen. Alle Befragten seien zwischenzeitlich wieder entlassen worden.

ESSO bedauert den Vorfall

«Wir bedauern den Vorfall sehr», sagt ESSO-Mediensprecher Bertrand Cornaz auf Anfrage. «Wir sind gegenwärtig dabei, Informationen zu dem Vorfall zu sammeln. Ein Aussendienstmitarbeiter ist vor Ort, um den Tankstellenbetreiber zu unterstützen und sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.»

Bei der Tankstelle an der Schaffhauserstrasse 459 handelt es sich laut Angaben des ESSO-Sprechers um einen selbständigen Betrieb, der von ESSO lediglich mit Mineralölprodukten beliefert wird. Die getötete Frau sei eine Mitarbeiterin der Tankstelle, nicht aber der Esso, so Cornaz.

Auch was das Sicherheitsdispositiv der Tankstellen anbelangt, seien die Betreiber selbst zuständig. «Wir beraten und unterstützen die Tankstellenbetreiber aber bei ihren Sicherheitsvorkehrungen», betont Cornaz.

Die weiteren Ermittlungen werden durch die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich und die Kantonspolizei Zürich getätigt. Die Kantonspolizei erbittet Hinweise an 044 247 22 11 oder an jede andere Polizeidienststelle. (tif/sda)

Erstellt: 21.08.2008, 16:40 Uhr

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